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ächten Germanen der Fall, ergrimmte und griff zu den Waffen. So ward die Sache Nationalangelegen⸗ heit und darum gelang der Schlag im Teutoburger Walde, worüber wir heutzutage uns nicht genug ver⸗ wundern können.
Jenes induſtriöſe Haarverſchneiden haben aber die Deutſchen Rom nie vergeſſen, und ſo oft in der Folge ein Kaiſer nach Italien zog, waren ſie bei der Hand und rächten den Lockenraub mit vandaliſchem Grimme. Sie mußten bei dieſen höchſt unerſprießlichen Epxpe⸗ ditionen zwar oft außer den Haaren auch den Kopf laſſen; heldenhaft kämpfte das Kaiſerhaus der Hohen⸗ ſtaufen faſt ſeine Lebzeit über im heilloſen Welſch⸗ land, bis es ſeinen letzten Kopf auf einem Schaffotte zu Neapel einbüßte. Ziehen die Oeſtreicher nicht ſtets mit Cheruskermuthe über den Po, wenn in Italien die Revolutionsglocke läutet und blaßen Feier⸗ abend? Und wer wollte endlich jenen zweitauſend⸗ jährigen zornigen Patriotismus verkennen in dem Buche des wackern Guſtav Nikolai? Bella Ita⸗ lia, du haſt die goldenen Locken Italiens theuer bezahlt!
Rom, trotz der Niederlage im Teutoburger Walde, konnte von ſeinem Syſtem, den Deutſchen mit der Scheere in die Haare zu fahren, nicht laſſen. Als ſeine Präfecte und Lictoren Nichts mehr zu ſchaffen hatten im deutſchen Lande, erfand es die Tonſur und ſchor abermals mit großer Ruhe einen Theil der deutſchen Köpfe bis auf die Kopfhaut. Nun hatten die Deutſchen wieder viele Jahrhunderte an den Glatzen zu laboriren, bis Martinus Luther zu Wittenberg auftrat und als Bratfiſch des ſechs⸗ zehnten Jahrhunderts den Haarwuchs beförderte.
In Folge dieſer Haarwuchs befördernden Lehre


