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folgt ſahen und in einiger Entfernung ein Dorf er⸗ blickten, athmeten ſie etwas freier und Elias gewann Muße, ſeine befreite Prinzeſſin etwas genauer in Augenſchein zu nehmen. Es war ein wunderſchönes Mädchen von ungefähr achtzehn Jahren in nobelſter Reiſekleidung. Von ihr aber erfuhr Elias ungefähr Folgendes: Sie ſei die Tochter eines Landedelmanns, der mehrere Güter in der Umgegend beſitze und habe wollen mit ihrer Geſellſchafterin nach der Reſidenz fahren, woſelbſt ſich ihre Aeltern bereits ſeit einigen Tagen befänden, um daſelbſt einem Familienfeſte bei⸗ zuwohnen. Drei Räuber hätten ſich ihrer mitten im Walde, durch welchen die Straße führe, bemächtigt, den Kutſcher vom Bocke geſtürzt und ſie und die Ge⸗ ſellſchafterin tiefer in's Gebüſch geſchleppt, wahrſchein⸗ lich, um ſie daſelbſt zu ermorden. Da habe der Him⸗ mel ihr in der Perſon des Candidaten einen Retter geſandt.
Elias gerieth nun in nicht geringe Verlegenheit, was er mit dem verlaſſenen Fräulein beginnen ſolle. Er hatte ſich in einem ähnlichen Falle noch nie be⸗ funden, und je weiter ſich die Beiden von dem Orte der Gefahr entfernten, deſtv größere Schüchternheit bemächtigte ſich des Candidaten, in welchem ſeine alte Blödigkeit, dem ſchönen Geſchlechte gegenüber, er⸗ wachte. 6
Während er noch mit ſich berathſchlagte, ob er das Fräulein im wohllöblichen Amte oder bei der ſtädtiſchen Polizeibehörde zu weiterer Verfügung ab⸗ liefern ſollte, blieb er plötzlich wie vom Donner ge⸗ rührt ſtehen. Aengſtlich blickte die Gerettete, welche
den Namen Angelika führte, zu ihm auf und wurde auf's Tiefſte bewegt, als ſie die hellen Thränen über die Wangen des Candidaten rollen ſah. Der Arme,


