Elias beſchloß während ſeiner Mittagsmahlzeit, von nun an kein Nachtquartier weiter zu machen, ſondern in einer Strecke fortzuwandern bis zu ſeinem Wohnorte, welcher nicht mehr zu weit entfernt war.
Nachdem er ſich gelabt, geſtärkt und ausgeruht hatte, ſetzte er wohlgemuth ſeine Wanderung fort. Wieder begann die Sonne zu ſtechen, als ihn bald ein ſchattiger Wald aufnahm. Wer war froher als unſer Elias, denn hier gab's Erd⸗ und Heidelbeeren in Maſſe. Er zog den Reſt ſeiner Mittagsmahlzeit aus der Taſche, welcher aus einem Stück ſchwarzen Brotes beſtand, lagerte ſich unter den hohen Bäumen und begann unter den Abendliedern der Waldvögel zu veſpern.
Immer länger wurden die Abendſchatten, immer tiefer dunkelte der Wald. Elias ſchritt die einſame Haide dahin, der Richtung ſeiner Heimath nach. Obſchon er ſich vor Räubern weiter nicht zu fürchten hatte, wer hätte ſich auch wollen an ihm bereichern, ſo war er doch nicht ohne Bangen für ſeinen Kattun und das gekaufte Halstuch, welche beide Gegenſtände für ihn Kleinodien von unſchätzbarem Werthe waren. Doch auf Gott vertrauend wandelte er weiter.
Allmälig ward es aber immer finſtrer und unſerem Elias, um nicht in der Irre herumzulaufen, blieb nichts übrig, als Halt zu machen und unter einem alten Nußbaume auf weichem Mooſe ſein Nachtquar⸗ tier aufzuſchlagen.
Von dem beſchwerlichen Tagemarſche ziemlich er müdet, fiel Elias bald in einen geſunden feſten Schlaf. Liebliche Traumbilder umgaukelten den Entſchlummer⸗ ten. Er hatte lange nicht ſo ſüß geträumt wie die⸗ ſes Mal. Seine Mutter erſchien heiter lächelnd im prächtigen Sonntagsſtaate, auch ſeinen Bruder er⸗


