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an den Rainen häufig wilde Himbeeren wuchſen, recht zu Statten. Er lebte faſt den ganzen Tag von nichts als ſolchen Beeren, welche ihm nebſt einem Stück trocknem Brote herrlich mundeten, und konnte dem lieben Gott nicht genug danken, daß er eine ſolche herrliche Frucht erſchaffen habe zum Nutzen und Frommen der Wanderer, die in den Wirthshäuſern nicht viel aufgehen laſſen konnten, wie dies bei ihm der Fall war.
Gegen Mittag des zweiten Tages ſtach die Sonne gewaltig auf ihn herab. Vergebens ſah er ſich weit und breit nach einem ſchattigen Plätzchen um. Nir⸗ gends war ein ſolches zu erblicken; nur in der Ferne winkte ein Dorf. Keuchend und halb verſchmachtet erreichte er endlich daſſelbe. Er frug nach der Schenke, es gab keine im Orte. Er bat in einigen Bauern⸗ häufern um einen Trunk Waſſer. Man wies ihm hartherzig die Thür. Endlich in einem der letzten ward ſeine Bitte erfüllt. Er bekam für ſechs Pfen⸗ nige auch ein ſchön Stück Brot und ein wenig But⸗ ter. Hier denn lagerte ſich Elias unter einem weit⸗ ſchattenden Nußbaum in's weiche Gras und verzehrte ſein frugales Mittagsbrot. Gaßtlich blickte das ſtattliche Pfarrhaus zwiſchen hohen Ulmen zu ihm herüber.
„Ja, wer einen Frack hätte,“ ſprach Elias,„der könnte vielleicht dort drüben an ſtattlicher Tafel ſitzen in gelahrtem Geſpräch mit dem Herrn Pfarrer.“ Ein Seufzer entſtahl ſich ſeiner Bruſt, der Arme hatte nun ſeit fünf Tagen faſt von nichts als trock⸗ nem Brote gelebt. Da fiel aber ſein Blick auf das Päckchen Kattun, und alles Leid war vergeſſen, denn er gedachte der Freude, die er ſeiner alten Mutter und ſeinem kranken Bruder bereiten würde.


