Teil eines Werkes 
23. Band, Je länger je lieber : Phantasiestücke und Erzählungen : 2. Band (1855)
Entstehung
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ßiſcher Silbergroſchen und zwei Vierpfenniger, alſo in Summa mit Agio ſieben Groſchen gut Geld.

Wenn du auch, fuhr er in ſeiner Berechnung fort,auf beide Mittagsmahlzeiten heute und mor⸗ gen verzichteſt, ſo kannſt du doch nicht unter freiem Himmel die Nacht bleiben; wie leicht könnte ein Landgensd'arm erſcheinen und als Vagabund behan⸗ delt zu werden, würde einem ehrſamen Candidaten der Theologie bei all ſeiner Unſchuld in ein übles Licht ſtellen, und ein paar Brötchen verſchlingſt du doch während der zwei Tage und einige Schluck Bier ſind unentbehrlich, um Kräfte für die Wanderung zu erhalten. Du biſt einmal ein verwöhnter Menſch. Hätteſt dir von Jugend auf mehr Enthaltſamkeit an⸗ eignen ſollen.

Von den ſieben Groſchen gut Geld verblieben dem Candidaten nach möglichſter Einſchränkung funf⸗ zehn Pfennige. Hiermit ließen ſich allerdings keine großen Einkäufe für die geliebten Seinigen bewerk⸗ ſtellige n.

Während Elias dies bedenkend am Fenſter der Gaſtſtube ſtand und ſchwermuthvoll nach der Straße hinaus ſchaute, ſtieg plötzlich ein großer kühner Ge⸗ danke in ſeiner betrübten Seele auf. Schräg über vom Wirthshauſe nämlich, in welches der Candidat eingetreten war, hatte ein Kleidertrödler ſeinen Kram⸗ laden aufgeſchlagen. Da hingen der abgetragenen Kleidungsſtücke in Unzahl: Beinkleider, Röcke, Fracks, Gilets zu allen Größen und Farben.

Wie wär's, dachte Elias, von Kindes⸗ und Bruderliebe erfüllt,da du deinen Frack nun für geraume Zeit nicht mehr unumgänglich nöthig haſt, indem ſobald eine Vacanz nicht wieder eintreten wird, wenn du den ohnedies abgetragenen Alten hier ver⸗