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er dem Verſtorbenen nicht zürnte, ſondern ihn be⸗
dauerte.
„Der arme Mann,“ dachte er bei ſich,„er iſt gewiß noch unglücklicher geweſen als Du, er iſt in Kummer und Elend geſtorben. Möge es ihm dafür dort oben recht wohl ergehen.“
Während unſer vierzigjähriger Candidat alſo vol⸗ ler Milde und Barmherzigkeit richtete über einen Unglücklichen, ſaß er, ganz ermüdet von dem Herum⸗ rennen, in der weitläufigen Hauptſtadt und gebeug⸗ ten Hauptes bei einem halben Glaſe Braunbier in einer dem Thore zunächſt gelegenen armſeligen Schenkwirthſchaft.
Er rechnete hin und her, ob es denn keine Mög⸗ lichkeit ſei, von den wenigen Groſchen etwas zu er⸗ übrigen, um ſeiner armen Mutter eine Freude zu machen. Es war ihm recht ſchmerzlich, mit unter⸗ gegangenen Hoffnungen und leeren Händen zugleich nach Hauſe zurückzukehren.
Aber Elias mochte calculiren und reduciren, ſo viel er wollte, ſeine Baarſchaft reichte, wie geſagt, kaum, die Heimath zu erreichen. Sie war zwei gute Tagereiſen entfernt und ſchon war es hoher Nachmit⸗ tag, alſo mußte er nothwendig unterwegs zwei Mal über Nacht bleiben. Er wäre mit ſeiner Kaſſe nicht ſo ganz ſchlecht beſtellt geweſen, aber ein neues, völ⸗ lig ungeahntes Mißgeſchick hatte ſie erſchöpft. Er mußte nämlich, um nur als Candidat beim Präſi⸗ denten angemeldet zu werden, zum Beſten einer wohl⸗ thätigen Sammlung acht Groſchen gut Geld erlegen, eine Abgabe, die früher nie beſtanden und von wel⸗ cher er kein Sterbenswörtchen gewußt hatte. So ver⸗ blieben ihm nur noch ein Zwanzigkreuzer, ein preu⸗


