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aufgehalten wurde, die einen Maulbeerbaum umflu⸗ thete. Die Niederroßlaer konnten lange nicht klug werden, was wohl dieſer Auflauf zu bedeuten habe, als ſie näherkommend— wer malt ihren Schrecken — da hing der Attachs der Niederroßlaer Rathsge⸗ ſandtſchaft an einem Aſte des Maulbeerbaumes. Das noch auf ſeiner Bruſt prangende Stadtwappen ließ keinen Zweifel über die Identität der Perſon übrig. Der Edle, nachdem er ſeine Pläne auch auf das von den Derwiſchen der Abdullah⸗Moſchee in Be⸗ ſchlag genommene Krokodill, das er in Gemeinſchaft Hanno's zu ſtehlen beabſichtigte, geſcheitert ſah, ver⸗ mochte ein Leben nicht länger zu ertragen, und hatte demſelben mit eigner Hand unter dem Kabul'ſchen Maulbeerbaume ein Ziel geſetzt.
Alle Verſuche, den Selbſtmörder in's Leben zu⸗ rückzurufen, waren erfolglos; ſo blieb den beſtürzten Niederroßlaern nichts übrig, als den entarteten Lands⸗ mann den nächſten Morgen in aller Stille, fern von der Stadt, in einem Cedernwäldchen am Fuße des Hindukuſch zu begraben.
Nachdem der Hauptzweck der Kabulreiſe erreicht war, wollte es den Erbfahrern wenig mehr in der Hauptſtadt Afghaniſtans gefallen. Man ſehnte ſich nach der Heimath. Alle Palmen und Roſen des Orients vermögen das ſtille heimathliche deutſche Lin⸗ dendach nicht vergeſſen zu machen. Die gewaltſame Todesart Lagemann's, obſchon derſelbe wegen ſeines unleidlichen Charakters keineswegs beliebt war, mochte auch das ihre beitragen.
Nachdem man den betreffenden Behörden Kabuls wegen der liberalen Auswanderung der Erbſchaft noch⸗ mals den gebührenden, ſowie für die gaſtliche Auf⸗ nahme den wärmſten und innigſten Dank ausgeſpro⸗


