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blankes Meſſer in der Hand, im ganzen Schiffsraume
ſuchte, um ihn unwiderruflich todt zu ſtechen. Erſt
nachdem der Heldenſpieler einen großen Theil der für das abgetretene Erbtheil erhaltenen beſchnittenen Ducaten wieder herausgegeben und ihm außerdem noch manche annehmbare Propoſition geſtellt, ward er etwas ruhiger und beſchloß die Kabulfahrt als ſimpler Attaché mitzumachen.
„Seid kein Thor, Lagemann,“ hatte Hanno zu ihm geſprochen,„und reißt Euch den Kopf nicht ab wegen der paar lumpigen Ducaten. Das Krokodill, welches ja doch die Hauptſache iſt, kann Euch ja gar nicht entgehen. Hier meine Hand darauf, daß ich Euch dazu verhelfe. Wenn wir es einmal in unſerer Gewalt haben, ſoll der Rath von Niederroßla nicht eine goldene Klaue davon zu ſehen bekommen. Ich begreife auch nicht, wie der Rath zu dieſer Selten⸗ heit kommt, womit er ſie verdient hätte. Dieſe fau⸗ len Senatoren ſitzen behaglich in Niederroßla und laſſen Gott einen frommen Mann ſein, während Ihr mit Leibes⸗ und Lebensgefahr Euch für ſie durch die halbe Welt ſchlagt. Nein, dem Verdienſte ſeine Kro⸗ nen! Euer muß das Krokodill ſein, Lagemann, und ſoll ich es dem Könige von Kabul mit Gefahr meines Lebens ſtehlen.“
„Aber Zeiſig,“ ſtelte der Attaché in Erwägung, welchem Hanno's Rede ſo ſüß wie Honig klang.
„Zeiſig?“ frug lächelnd der Heldenſpieler,„wo zwei Geiſter wie wir vereint wirken, wie kann da ein i in Betracht kommen?“
Das iſt allerdings wahr;“ geſtand Lagemann; „aber wie wären denn ſonſt E Eure Ideen hinſichtlich des Krokodills? Daß wir es niis in unſere Ge⸗ walt bekommen?“
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