Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Auf die einfachſte Weiſe, verſetzte der Helden⸗ ſpieler,auf der Heimreiſe, wenn wir uns noch in Indien befinden, beſtechen wir ein paar Mohren, die⸗ ſes Volk iſt zu Allem zu gebrauchen; dieſe müſſen das goldene Beeſt ſtehlen, wir wollen es ihnen ſchon zuſchieben, daß ſie leichter Spiel haben; dann begiebt ſich einer von uns Beiden mit den Mohren nach der erſten beſten indiſchen Stadt; in den indiſchen Städ⸗ ten aber wimmelt es von Goldſchmieden, welche ſich die Hälſe brechen um ſolch' ein goldenes Meiſterwerk. Wir verkeilen das Thier, und Ihr ſeid ein gemach⸗ ter Mann.

Es ſoll mir auch auf ein paar Prozente für Euch nicht ankommen, verhieß Lagemann, dem bei dem Gedanken an das Krokodill immer holdſeliger um's Herz wurde.

Zeiſig wird ſich freilich den Hals abreißen, fuhr er nach einer Pauſe fort.

Hanno zuckte die Achſeln.

Das ſtebt bei ihm, ſprach er,warnm unter⸗ nimmt er Expeditionen, denen er nicht gewachſen iſt. Zu ſolchen Dingen gehört Kopf und Herz. Uns hätte der Stadtrath ſchicken ſollen.

Das iſt wahr, geſtand der Attaché.

Gegen chriſtliche Theilung und Vergütung der Reiſeſpeſen hätten wir das Möglichſte gethan.

Unbeſtritten.

So bekommt er gar Nichts und es geſchieht ihm recht. Wer heißt ihn knickern bei ſo reicher Erbſchaft.

Es iſt die verdiente Strafe, ſprach Lagemann,

Wir müßten Eſel ſein, wenn wir nicht zulan⸗ gen wollten, meinte Hannv.

Stolle, ſämmtl. Schriften. XVIMI. 14