Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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weil ich ſie von ihren nichtsnutzigen Bärten befreite; gleich darauf werd' ich angebunden wie ein wildes Thier. Ich wünſchte, ich hätte dem Volke die Keh⸗ len abgeſchnitten, ſtatt der Bärte, Seiner Majeſtät wie dem Geſammtminiſterium.“

Nach einer Pauſe:

„Wenn ſie den Heldenſpieler nicht einfangen, ſchneid' ich mir bei erſter Gelegenheit die Kehle ſel⸗ ber ab; mutterſeel allein mag ich nicht unter dieſem ſchwarzen Gefindel leben.

„Es iſt zwar eine Möglichkeit, daß Hanno das Lager erreicht und dem Capitain meinen Aufenthalts⸗ ort anzeigt. Da wäre es nicht unwahrſcheinlich, daß ich gerettet würde. Aber ich befürchte nur, der Sa⸗ tan thut den Mund nicht auf meinetwegen und läßt mich ruhig in den Händen der Neger. Er iſt Egvoiſt durch und durch. Es geſchieht ihm vielleicht ein großer Gefalle, wenn ich nicht wieder komme, dann iſt er mit einem Male aller Rechenſchaft überhoben, die ich wegen des beiſpielloſen Betrugs an ihm nehmen könnte. Gerechter Himmel, wie kann nur der Menſch ſo tief ſinken, ſolche Schandthaten an ſeinen eignen Bekannten und Freunden begehen.“

Wenn der Heldenſpieler äußerte, daß er beſſer als ſein Ruf ſei, ſo lieferte er davon einen ſchlagen⸗ den Beweis unmittelbar nach ſeiner Flucht, wenigſtens handelte er beſſer als der angebundene Lagemann von ihm dachte.

Hanno hatte nach ſeinem unbemerkten Aufbruche kaum einige Stunden zurückgelegt, als es das Glück wollte, daß er auf eine Abtheilung der von Sir John abgeſchickten Matroſen ſtieß. Anſtatt in ihrer Geſell⸗ ſchaft ruhig nach dem Lager zurückzukehren und La⸗ gemann ſeinem Schickſal zu überlaſſen, ſo that er