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gegangen. Er hatte alſo die Schwarzen ſeinerſeits ebenfalls barbiert. Des Attaché's Kunſtfertigkeit war die Urſache geweſen, daß ſelbſt der Poſten, welcher den Heldenſpieler zu bewachen hatte, es nicht unter⸗ laſſen konnte, näher zu treten und die wunderbare Kunſt ſchärfer in's Auge zu faſſen, wobei ihm der zu Bewachende außer Acht gekommen.
Die erſte Folge von Hanno's Flucht war, daß ſich die geſchorene Majeſtät mit ſammt dem geſchornen Miniſteriv, den Geheimräthen und der geſchundenen Commerziendeputativn auf den Weg machte, um des entſprungenen Flüchtlings habhaft zu werden. Der Hofbarbier ward einſtweilen, damit er nicht ebenfalls Fluchtideen bekomme, ſondern zum Nutzen und From⸗ men der künftigen Bärte für die ſchwarze Geſellſchaft erhalten werde, mit einem armsdicken Schiffstaue an einen Cedernbaum gebunden. Das Tau wand ſich wie eine Rieſenſchlange nicht weniger den ſechsmal um den Attaché und den Stamm. Zum Ueberfluß ließ man noch zehn Mann Bewachung zurück.
Etwas Fataleres konnte Lagemann nicht paſſiren, als die Hanno'ſche Flucht. Erſtens mußte er nun allein die Martern der Gefangenſchaft ertragen; denn daß man ihm nicht mehr das Leben nehmen würde, ſeit man ſein Raſirtalent kennen gelernt hatte, deſſen glaubte er ziemlich gewiß zu ſein; alsdann beneidete er den Heldenſpieler ob ſeiner Freiheit, und drittens hatte er ſeinem entwichenen Freunde den engen und unbequemen Gewahrſam zu verdanken, in welchem er ſich dermalen befand. Seine Deſperation gab ſich in abgebrochenen Monologen kund.
„Da ſieht man,“ ſprach er,„was Volksgunſt zu bedeuten hat, und namentlich wild afrikaniſche. Erſt haben ſie mich bis in den dritten Himmel erhoben,


