Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Seufzer aus, daß der Magdeburger nicht anders glaubte, als ſein Gefährte habe den Geiſt aufgegeben. Er drehte ſich daher nach ihm um, und als er den Heldenſpieler noch lebendig fand, fuhr er fort, den einſtigen Reichthum ſeiner Küche mit vieler Umſtänd⸗ lichkeit vorzumalen; denn er konnte es ſelbſt in der traurigſten Situation nicht unterlaſſen, ſeinen Mit⸗ menſchen einen Schabernack zu ſpielen.

Bei den Fricandeau's mit Kapernſauce und dem wilden Schweinskopf, bei welchem letztern Lagemann mit beſonderer Vorliebe verweilte, wand ſich der hungernde Künſtler wie ein Wurm auf dem Boden.

Des Magdeburgers maleriſche Küchenmemoiren wurden indeß durch zwei Fäuſte, welche ihn unmit⸗ telbar an den Ohren faßten und tüchtig zauſten, ur⸗ plötzlich unterbrochen und für Hanno zu erwünſchtem Ende gebracht. Die Fäuſte gehörten Niemandem als der ſchwarzen Schildwacht, welche den nachtheiligen Einfluß gewahr worden, den Lagemann's Relationen auf den Heldenſpieler hervorbrachten und die ſie für Hexerei hielt.

Der an den Ohren gezauſte Lagemann begriff gar nicht, wodurch er den Zorn der Schildwacht auf ſich gezogen haben könne, und gab die Mißhandlung ledig⸗ lich der barbariſchen Laune der Schwarzen ſchuld.

Er beklagte ſich darüber bei Hanno, welcher aber in der Furcht, Lagemann könne noch mehr Gerichte vor die glühende Phantaſie citiren, ſich beide Ohren zuhielt. Erſt nach geraumer Pauſe ward ſeine Seele dem Schalle wieder zugänglich, und er vernahm des Magdeburgers ſeufzende Worte:„Ja, wer hätte ah⸗ nen können, daß ich, der Eigenthümer von ſo vielen eßbaren Herrlichkeiten, in meinen beſten Jahren rohen

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