Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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das Manſardenſtübchen. Auf der Sternwarte ange⸗ langt, traf er ſogleich Anſtalten, dem Teleſcope die⸗ jenige Richtung zu geben, um ſeine Venus in mög⸗ lichſt vollem Lichte zu erblicken. Damit aber ſeine aſtronomiſchen Beſtrebungen gegenüber nicht bemerkt würden, faßte er ganz im Hintergrunde Poſto, wobei ihm die alterthümliche durchbrochene Bauart des Ka⸗ chelofens vortreffliche Dienſte leiſtete.

Ausgerüſtet, alle Himmel zu ergründen, that er jetzt mit wonneſchauerndem Herzen einen verhängniß⸗ vollen Blick durch das Rohr, das er, um der Po⸗ ſamentirertochter ſo nah' wie möglich zu kommen, ausnehmend verlängert hatte. Aber wie ſehr ward ſeine Erwartung getäuſcht, als er in eine undurch⸗ dringliche Nacht ſchaute. Er guckte eine Zeit lang mit dem rechten, dann mit dem linken Auge, dann wieder mit dem rechten; immer dieſelbe ägyptiſche Finſterniß. Blind war er nicht, denn er ſah außer⸗ dem alle Gegenſtände, alſo mußte der Fehler an dem Rohre liegen. Süßmilch ſchob daſſelbe ein Stück zu⸗ ſammen. Alles umſonſt. Liebe und Noth machen in⸗ deß erfinderiſch. Der Factor ſtellte jetzt genauere For⸗ ſchungen über die Eigenthümlichkeiten ſeines Teleſcops an und war ſo glücklich, die Urſoche von deſſen gänz⸗ licher Undurchſichtig eit zu ermitteln. Vor dem Ocular⸗ glaſe nämlich befand ſich ein kleiner Schieber, um daſſelbe vor dem eindringenden Staube zu ſchützen. Süßmilch knaupelte mit Beharrlic keit ſo lange, bis er die Finſterniß beſeitigt. Jetzt begannen die Obſer⸗ vationen von Neuem; leider mit demſelben ſchlechten Erfolge wie früher. Der Factor machte die Bemer⸗ kung, daß auch das untere Glas mit einem Schieber verſehen ſei. Auch dieſer ward endlich beſcitigt, das Rohr ſo weit wie möglich ausgeſchoben und der ent⸗