Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Ach, Sie ſcherzen, verſetzte Vetterlein, welcher wirklich glaubte, Jener treibe ſeinen Spaß mit ihm.

Uebrigens kommen Sie noch billig hinweg, tröſtete der Anſchreiber,in Betracht Ihres Malheurs haben wir das kleine Spiel geſchoben.

Vetterlein, nachdem er mit Zähneklappern inne geworden, daß es ſich hier wirklich um fünfundvierzig Schillinge handle, die er zu bezahlen habe, wünſchte nichts mehr, als die Kunſt zu beſitzen, ſich unſichtbar zu machen. Da ihm aber für dieſe ſo wohlthätige Operation der unentbehrliche Zauberring mangelte, ſo

wollte er mit dem Tafelrechner in Unterhandlung treten und einen billigen Accord abſchließen. Er bot fünf Schillinge und gab zu bedenken, daß er als Fremder die hohe Spieltaxe nicht gekannt und in der Meinung geſtanden, es gehe blos um's Parthie⸗ geld. Mit fünf Schillingen glaube er ſein Mitſchie⸗ ben honnet genug bezahlt zu haben.

Der Rechnungsführer flüſterte jetzt einigen der Mitſpielenden ein paar Worte in's Ohr, die aber zum Schrecken Vetterlein's, welcher den Bewegungen des Controleurs ängſtlich folgte, nicht gut aufgenommen wurden. Plötzlich entſtand ein Gemurmel und eine rohe Stimme, die einem Matroſen, einem der Haupt⸗ gewinner, angehörte, rief laut und vernehmlich:Wenn der Hund nicht bezahlt, ſoll er keinen ganzen Knochen nach Hauſe bringen.

Der entſetzte Vetterlein zweifelte keinen Augenblick, daß unter der erwähnten Thierart Niemand anders als er zu verſtehen ſei. Fieberfroſt durchſchauerte ſein bedrohtes Gebein, und da ihm die Unverletztheit ſeines kleinen Körpers doch lieber war als die fünf⸗ undvierzig Schillinge, ſo zahlte er dieſe enorme Sum⸗ me, wofür er in Niederroßla einen ganzen Sommer