Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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ballage des Krokodills; ein ſolches Thier will ver⸗ packt ſein, daß ſich's nicht abſtößt, die Steuern und Gaben, die darauf haften, die Ausfuhr⸗ und Grenzzölle.

Zeiſig zuckte die Achſeln.Es will eingetheilt ſein, ſprach er;indeß hoff' ich in Betracht meines mäßigen Appetits, meiner frugalen Koſt

Was da, eiferte Lagemann,kommen Sie nur auf's Meer, da eſſen Sie für zehn Mann; Seeluft zehrt.

Der Actuar ſchauderte, wenn er an's Meer dachte.

Ihr Reiſegeld, fuhr der Hotelier fort,iſt ver⸗ freſſen, eh' wir um Afrika herum.

Das wolle Gott verhüten! ſeufzte Zeiſig.

Dann liegen Sie krumm und hungern bis Kabul.

Wer vermöchte dies auszuhalten.

Ich für meine Perſon wenigſtens nicht, ſprach Lagemann;es iſt übrigens eine Sünd' und Schande, die eigne Geſandtſchaft verhungern zu laſſen, trotz der brillanten Erbſchaft.

Zeiſig fühlte die Wahrheit dieſer Worte, doch war

Ser viel zu loyal, um ſeine Beiſtimmung laut werden

zu laſſen.

Nie ſind diplomatiſche Perſonen ſo gegen alles Völkerrecht behandelt worden, fuhr der Magdeburger mit geſteigertem Ingrimm fort,eine ganze Geſandt⸗ ſchaft dem Hungertode Preis zu geben, es iſt him⸗ melſchreiend! 5

Der Actuarius ſchwieg und ſeufzte.

Lagemann hielt denſelben jetzt für reif, einen An⸗ griff auf deſſen Rechtlichkeit zu wagen.

Unter bewandten Umſtänden, ſprach er,gebeut

die eiſerne Nothwendigkeit, daß wir uns ſelbſt Recht

ſchaffen. Zeiſig ſchrak zuſammen und lauſchte ängſtlich, wo 2*