Teil eines Werkes 
18. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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Gamaliel's Herz, zeither von dem Abſchiede bei Felicitas, die er in ſeinem Leben das erſte Mal ver⸗ ließ und vom Heimweh etwas beengt, athmete wieder frei und groß und ſein Auge leuchtete begeiſtert, als der Maſtenwald der großen Handelsſtadt vor ihm auf⸗ ſtieg und das geräuſchvolle Leben eines großartigen Verkehrs von allen Orten her an ſein Ohr ſchlug. Alles war ihm neu, fremd, außerordentlich. Victor, welcher Hamburg bereits von früher her kannte, über⸗ nahm das Amt des Cicerone und kaum hatte man einigermaßen Toilette gemacht, als die beiden jungen

Männer bereits die geräuſchvollen Straßen Hamburgs

entlang wandelten. Weit weniger behaglich fühlte ſich, mit Ausnahme

Vetterlein's und des Heldenſpielers, der übrige Theil

der Reiſegeſellſchaft; Lagemann, die Hanno'ſche Ab⸗ tretungsurkunde fortwährend bei ſich tragend, ward von quälender Ungewißheit gepeinigt, ob ihm Siebecke und Comp. die Reiſeſpeſen zahlen würden oder nicht. Im letztern Falle war er übel dran; dann mußte er für die Ueberfahrt und Beköſtigung ſelbſt ſorgen, denn ſeine Würde als Attaché brachte ihm keinen rothen Heller. Der Rath zu Niederroßla hatte ſich nicht zu der geringſten Entſchädigung verſtanden. Ein Mann wie der Wirth zur Stadt Magdeburg ſieht ſich aber für alle Fälle vor. So wie ſich die Gele⸗ genheit günſtig zeigte, zog er ſeinen diplomatiſchen Chef, den Actuar, auf die Seite und führte ſeditiöſe Reden gegen den Rath von Niederroßla.

Eine ſolche Knickerei iſt noch nicht dageweſen, begann er,ich erhalte als Attaché keinen Kreuzer, und Sie mit Ihren dreihundert Gulden, die man be⸗ willigt hat, wie wollen Sie auskommen in drei Welt⸗ theilen; bedenken Sie die Länge des Wegs, die Em⸗