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Schneewand bedeutend geſenkt. Der Jüngling eilte in die Hütte zurück.
„Um aller Heiligen Willen, beſter Vater,“ be⸗ ſchwor er,„laſſet uns nach Liebethal flüchten, wir ſind keinen Augenblick ſicher, lebendig begraben zu werden. Wenn mich nicht Alles trügt, hat ſich die furchtbare Schneewand Fuß weit herüber ge⸗ beugt.“
„Es iſt zu ſpät,“ ieher Nicodemus,„iſt Ge⸗ fahr vorhanden, ſo würden bei der Stille der Nacht unſere Schritte hinreichen, die ſchlafende Löwin zu wecken. Wir ſind in Gottes Hand, meine Kinder; Martin, ſchlag die heiligen Blätter wieder auf und lies weiter.“
Der Knabe war noch ſo erſchrocken, daß er gar kein Wort hervorzubringen vermochte. Sonach ergriff Andreas die Bibel und fuhr fort:
„Und Gott befahl ihnen im Traum, daß ſie ſich nicht wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg in ihr Land.
„Da ſie aber hinweg gezogen waren, ſiehe da er⸗ ſchien der Engel des Herrn dem Joſeph im Traum und ſprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und ſeine Mutter zu dir und fliehe in Aegyptenland und bleibe allda, bis ich dir ſage: denn es iſt vorhanden, daß Herodes das Kindlein ſuche, daſſelbe umzubringen.
„Und er ſtand auf und nahm das Kindlein und ſeine Mutter zu ſich bei der Nacht und entwich in Aegyptenland.
„Und blieb allda, bis nach dem Tode Herodes. Auf daß erfüllt würde, das der Herr durch den Pro⸗ pheten geſagt hat, der da ſpricht: Aus Aegypten habe ich meinen Sohn gerufen.“—
Kaum hatte der Vorleſer dieſe Worte geſprochen,
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