„Und ſchau' mit ſeligem Geſichte In lieber, ungeſtörter Ruh,
Dem hohen göttlichen Gedichte, Des Frühlings Hochzeitfeier zu.“
„Das Liedchen gefällt mir ſehr,“ ſprach Egin⸗ hard,„Du haſt die jetzige Blüthenzeit treu wieder gegeben. Ach, theurer Hans, aber bedenke, daß wenn wir dieſes Tempe, dieſes Friedensthal, wo die Genien der Liebe zwiſchen Blumen wandeln, im Rücken ha⸗ ben, auch Du die Poeſie an den Nagel hängen mußt, wie meine Wenigkeit. Es iſt ſchrecklich, aber es iſt ſo. O, hochehrwürdigen Kirchenväter, erleuchtete Häupter, nehmt mich auf in eure Schatten der Vor⸗ welt und begrabt mich für die nächſte Zeit hinter Schweinsleder und Bücherſtaub, daß ich vergeſſe, es habe einen Frühling und eine Liebe gegeben.“
Die Freunde waren jetzt auf derſelben Höhe an⸗ gelangt, von wo ſie vor ungefähr vier Wochen ſo über⸗ ſelig herabgaloppirten. Hier machten ſie Raſt, um ſich zum letzten Male an der herrlichen Gegend zu laben.
Wie damals glänzten die Zinnen von Buchenfels gaſtlich daher und mahnten an all die herrlichen da⸗ ſelbſt verlebten Stunden.
„Wenn es keine Erinnerung gäbe,“ hannes,„was wäre das Leben!“
„Ja,“ fiel Eginhard ein,„was wäre überhaupt die ganze Unſterblichkeit, die ganze himmliſche Selig⸗ keit, ohne Rückerinnerung.“
„Mag's uns nun noch ſo trüb' und trocken er⸗ gehen,“ fuhr Johannes fort,„ein Rückblick in die himmelsvolle Vergangenheit wird uns ſtärken und erquicken wie der Duft der Hyaeinthe.“
„Ja wohl,“ geſtand Eginhard,„mag's nun wer⸗ den wie's will:
.
ſprach Jo⸗


