Teil eines Werkes 
16. Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : 2. Band (1854)
Entstehung
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ſprach der Vater, der ſeinen Lieben nie einen billigen Wunſch abſchlug, wie bitterböſe er ſich zuweilen auch ſtellte.Vorher aber laßt mich mein Abendpfeifchen in Ruhe rauchen beim Paſtor. Ich ſchicke Euch die Camilla zur Geſellſchaft.

Du biſt und bleibſt unſer gutes Väterchen, ju⸗ belte Pauline; und alle Anſtalten zum Souper im Grünen wurden getroffen.

8.

Die Dämmerung brach allmälig herein. Der Tiſch im Park war gedeckt, aber der Papa konnte ſich vom Paſtor nicht fortfinden und die Mutter ließ ſich eben⸗ falls nicht blicken. Unterdeß ſaßen die drei Mädchen plaudernd und ſcherzend auf einer Raſenbank an der Parkmauer.

Wenn ſie nicht bald kommen, ſprach Marie in das verbleichende Abendroth blickend,könnte unſer einem ordentlich bange werden hier in der Einſamkeit. Unter uns, fuhr ſie geheimnißvoll fort,ſoll's auch im Park nicht ganz richtig ſein.

Wie denn ſo? fragte Pauline, die in der Mitte ſaß, neugierig und ängſtlich, und erfaßte von jeder der Nachbarinnen eine Hand.

Ja, erzählte Marie,Fritz, der Jäger, will neu⸗ lich des Nachts eine weiße Geſtalt mit blutrother Fackel hier haben umherwandeln ſehen.

Das iſt der uralte Graf Bodo, erklärte Ca⸗ milla, leiſe und geheimnißvoll,der hier begraben liegt und wegen der vielen Miſſethaten, die er im Leben begangen hat, im Grabe keine Ruhe finden kann.

Was, wo liegt er begraben? fuhr Pauline auf, um's Himmelswillen, mach' mir nicht Angſt, Camilla.