Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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weckt. Sonnabend den fünften Mai früh halb ſechs Uhr unterbrach er das todtenähnliche Schweigen mit den Worten:Tete d Armes. Es waren die letzten Worte des großen Mannes. Die Büſte ſeines Soh⸗ nes, welche ſeit einem Monate dem Bette gegenüber aufgeſtellt war, hatte Napoleon's letzte Blicke erhal⸗ ten. Zwanzig Minuten ſpäter erkalteten dieſe Hände, welche ſo viele Scepter getragen, ſo viele Denkmäler errichtet und ſo viele Wälle geſtürzt hatten.

In der Uniform der Jäger zu Pferde der kaiſer⸗ lichen Garde gekleidet und mit allen Orden bedeckt, die er während ſeiner Regierung entweder geſtiftet oder erhalten hatte, wurde Napoleon auf ſeinem Sterbebette, welches in ſein Paradebett verwandelt worden war, ausgeſtellt. Als Leichentuch diente ihm der himmelblaue Mantel, welchen er in der Schlacht von Marengo trug. Der Gefangene der Könige ſollte mit allen Zierden der europäiſchen Königswürde in's Grab ſteigen, und das eiſerne Feldbett, worauf er nach neunundvierzig Schlachten, in welchen er die halbe Welt beſiegt hatte, ruhte, wurde zum Katafalk, um welchen ſich im entlegenſten Theile des atlantiſchen Oceans die Achtung eines engliſchen Generalſtabes und die Trauer einer franzöſiſchen Familie ſchaarte. Da war nicht ein Einwohner von Sanct Helena, der nicht Napoleon beweinte, nicht ein Soldat, der dem großen Feldherrn ſein Bedauern verſagt hätte. Seine Leiden hatten ihm Aller Herzen gewonnen. Sein Tod ſprach ihn heilig.

Kaum hatte der große Dulder die Augen ge⸗ ſchloſſen, als der Kerkerknecht, Sir Hudſon Lowe, gleichſam wie bittre Jronie, ebenfalls ſein Bedauern über den Tod Napoleon's ausſprach.Derſelbe, ſprach er,ſei um ſo ſchmerzlicher, da er ſo eben