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von ſeiner Regierung den Auftrag erhalten, dem Ge⸗ neral Bonaparte anzuzeigen, daß der Augenblick nahe, wo ihm die Freiheit wiedergegeben werden könnte. „Doch,“ ſetzte er trocken hinzu,„er iſt jetzt todt und Alles vorbei.“
„Hudſon erlaubte nicht, daß die Hülle des Kaiſers von ſeinen Freunden nach Europa geführt werde. Nicht einmal ſein Herz durften ſie mitnehmen, um es, des Verſtorbenen Wunſche gemäß, ſeiner Familie zu überbringen.
„So wurde denn Napolevn im Thale von Gera⸗
nium, an ſeinem Lieblingsplätzchen, unter den Trauer⸗
weiden, wo ein Bächlein ſüßen Waſſers vorbeifließt, zur Erde beſtattet. In den Morgenſtunden des neun⸗ ten Mai verkündete der Donner engliſcher Kanonen dem Ocean, daß Napoleon zu Grabe ſteige. Ein gewaltiger Stein verſchließt die Gruft, wo der Mann des Jahrhunderts ruht. Der engliſche Gouverneur erlaubte nicht, daß man eine Grabſchrift darauf ſchrieb. Was liegt daran? Auch ohne Worte ſpricht dieſer Stein und um ſo ſchöner ſingt der Dichter:
„Hier ruht, kein Name ſagt's, ſo mögt die Welt ihr fragen⸗ Sein Nam' in gold'ner Schrift, rings ſteht er aufgetragen, Von Kedar's Felſenſtirn bis zu des Dones Strand,
Auf Marmor und in Erz und auf der Bruſt der Braven, Und in dem Herzen ſelbſt der feigen Schaar der Selaven, Die ſich ihm unter'm Wagen wand.
„Kein Menſchenname noch, den aller Ohren kennen,
Seit jenen großen Zween, die Jahre Jahren nennen, Schwang mit Gewitterflug ſich je ſo weit hinaus Nie hat ein ird'ſcher. Fuß, den ſonſt ein Hauch entrücket, Der Erde ſtärk're Spur im Gelen aufgedrücket; Und— hier ging ſeine Wandrung aus.“
Ruffus hatte geendet. Mit tiefbewegtem Herzen trat Eugen zu ihm und umarmte ſchweigend den


