Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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Der Kaiſer, ruft er,iſt im Kampfe mit der engliſchen Armee, denn ein ſo ſchreckliches Feuer kann kein Scharmützel ſein. Wir müſſen nach den Kano⸗ nen des Kaiſers marſchiren. Ich bin ein alter Sol⸗

dat von der Armee von Italien und habe den Gene⸗

ral Bonaparte dieſe Lehre hundert Mal einſchärfen hö⸗ ren. Wenn wir uns links wenden, werden wir in zwei Stunden auf dem Schlachtfelde ſein.

Grouchy ſchützt den Befehl vor, Blüchern verfol⸗ gen zu müſſen, obſchon er nicht weiß, wo dieſer Ge⸗ neral ſich befindet. Da kommt der Graf Gerard her⸗ bei und giebt dringend denſelben Rath wie Excel⸗ mann. Aber Nichts kann den Marſchall bewegen. Er bleibt wie angebannt ſtehen. Die Furcht vor dem, was ſich ereignen könne, die Größe der Gefahr raubt ihm die Mittel, ſie abzuwenden. Er ſieht über ſei⸗ nem Haupte die Sonne, welche die Unabhängigkeit ſeines Vaterlandes und das Antlitz der Freiheit nie wieder beſcheinen ſoll; er ſieht die Triumphe, die Kämpfe, die Opfer der letzten fünfundzwanzig Jahre auf dem Punkte vernichtet zu werden, während es nur einer einzigen Anſtrengung bedarf, ſie für immer zu befeſtigen und zu ſanctioniren. Er ſieht dies Alles und kann gleichwohl nicht bewogen werden, nach dem Schlachtfelde aufzubrechen. Excelmann und Gerard wiederholen ihre Bitten, Vorſtellungen und Beſchwö⸗ rungen. Einmal iſt Grouchy ſogar auf dem Punkte, aufzubrechen und gen Waterloo zu marſchiren, da trifft die Nachricht ein, daß die Preußen zu Wawre wären, und er marſchirt dahin. Aber es war nicht Blücher, ſondern nur eine Nachhut ſeiner Armee unter Tielemann; der preußiſche Feldmarſchall war dahin abgegangen, wo man ſeiner am Nöthigſten be⸗ durfte, nach Waterlov.