Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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mit dumpfem Sinnen,„wirklich verloren! Vergebens der Kampf der Helden und das Sterberöcheln einer edeln Nation! Dahin die herzerhebenden Träume der goldenen hundert Tage!“

Ein unerklärlicher Schmerz durchzuckte ſein In⸗ nerſtes.

„Und die Zukunft?“ frug er nach einer düſtern Pauſe,„wann wird auf dieſe Nacht ein Morgenroth folgen?“

Eine neue Ohnmacht umdunkelte ſeine Augen; ſein Haupt ſank ſterbensmatt zurück und ruhte auf der dreifarbigen Fahne, welche den gefallenen Freund und Helden bedeckte.

Zehntes Rapitel.

E⸗ war an einem ſchönen Herbſttage des Jahres 1821, als ſich ein junger Mann in den dreißiger Jahren, dem ein Neger voranſchritt, mühſam durch einen wildverwachſenen Wald der ſchönen Louiſiana Bahn brach. Der europäiſche Wanderer blieb oft ſte⸗ hen und überſchaute mit Bewunderung dieſe wild⸗

fremde und üppige Vegetation, dieſe himmelhohen 8 8

Stämme des Urwaldes, die von zahlloſen Schling⸗ pflanzen wie zu einem Feſte maleriſch umſchlungen waren. Ueberall blickten ihn große, ſeltſam fremde Blumen an mit brennenden, leuchtenden Farben. Da⸗ bei herrſchte rings ein majeſtätiſches Schweigen; kaum daß die äußerſten Zweige der Rieſenbäume vom Weſt⸗ winde leiſe hin und herbewegt wurden. Der Wan⸗