Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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Heldenbataillon ſchaart ſich dichter um ſeine ſterbenden Adler. Die Zahl der Feinde wächſt in's Unermeß⸗ liche. Es entſteht ein Kampf, furchtbarer, wilder denn je.——*

Die Granitcolonne iſt gefallen, groß und herrlich, einem Eichwalde gleich, getroffen von zahlloſen Aexten. Ihre Trümmer liegen ſtumm am Boden—— die feindliche Reiterei reitet weiter.

Ruffus war unnmittelbar an des Kaiſers Seite, als dieſer, von ſeinen Generalen fortgezogen, das Quarré verlaſſen hatte, ſchwer verwundet niederge⸗ ſunken. Eine Ohnmacht hielt mehre Stunden lang ſeine Sinne gefeſſelt; ein feiner kühler Nachtregen, der ihm ſeit einiger Zeit auf das bleiche Geſicht wehte, brachte ihn wieder zu ſich. Er erwachte und ſchlug die Augen auf. Da war rings ſtille Nacht; die durch die Schlacht in Flammen gerathenen Dör⸗ fer waren niedergebrannt und glimmten nur hier und da wie feurige Kohlen durch die Dunkelheit. Vom entfernten Waterlov herüber ſchlug die Thurmuhr Mitternacht, und eine kalte, mit feinem Regen ge⸗ miſchte Nachtluft wehte unheimlich über das meilen⸗ weite Todtenfeld. Da ruhten rings umher zu Tau⸗ ſend und Abertauſenden die Söhne der gebildetſten Nationen, halb Europa in gerechte Trauer verſetzend. In Ruffus nächſter Nähe aber ſchlief die Granit⸗ colonne der Unſterblichkeit entgegen, und unmittelbar neben ihm lag der getreue Barbanegre, die dreifar⸗ bige Fahne ſeines Bataillons, von der er nicht hatte laſſen wollen, um den Leib geſchlungen, wie ein blu⸗ tendes Talar.

Es bedurfte einer geraumen Zeit, bevor der Ver⸗ wundete zum Bewußtſein erwachte.

„Alſo verloren die furchtbare Schlacht,“ ſprach er