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„Lebt wohl, lebt wohl, meine Braven!“ ruft er, und verſchwindet alsbald im Getümmel des fliehenden Heeres. Eugen und andere Officiere aus der kaiſer⸗ lichen Suite haben ſich angeſchloſſen und decken mit ihren Leibern ihren kaiſerlichen Herrn gegen die nach⸗ ſtürmenden Feinde.
Noch immer ſteht, wie ein an die Erde geketteter Fels, die Granitcolonne von Marengo. Hoch funkelt noch ihr unſterblicher Adler im Glanze zahlreicher Blitze. Barbanegre als Fahnenträger hält ihn mit eiſerner Fauſt umklammert.
Da ſprengen engliſche Schwadronen heran.
„Ergebt Euch, Garden!“ rufen die feindlichen Officiere.
„Feuer!“ cvmmandirt Cambronne, und die Granit⸗ colonne wird zum feuerſpeienden Vulkan. Die engli⸗ ſche Cavallerie prallt zurück; aber im Augenblick brau⸗ ſen neue Schwadronen heran.
„Ergebt Euch, Wahnſinnige!“ tönt es zum zwei⸗ ten Male.
„Feuer!“ erwiederte der General der Granitcv⸗ lonne, und die Engländer werden zum zweiten Male geworfen.
Da donnert eine Cuiraſſierbrigade daher.
„Ergebt Euch,“ ruft es zum dritten Male,„oder Ihr ſeid des Todes!“
„Ergeben?“ antwortete Cambronne mit lauter, todesfreudiger Stimme,„die Garde ſtirbt, aber ſie ergiebt ſich nicht! Feuer! Tambours, alle Trommeln gerührt!“
Alle Trommeln raſſeln. Es ſind die Letzten der glorreichen Kaiſerzeit. Der General ſtürzt tödtlich ge⸗ troffen nieder. Die Wogen der feindlichen Reiterei ſtürmen immer wüthender. Die Dämme brechen; das


