Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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Mit dieſen Worten ſauſte flammend ſeine Damas⸗ eenerklinge hernieder und der Graf ſtürzte mit geſpal⸗ tenem Haupte vom Pferde. Dieſes bäumte hoch auf und ſprengte im Galopp davon, den zu Boden Ge⸗ ſtürzten eine weite Strecke mit ſich ſchleifend.

Unterdeß hatte ſich der unheilvolle Ruf:„Sauve qui peut“ immer mehr verbreitet, die Verwirrung vermehrt und den Rückzug in die vollſtändigſte, regelloſeſte Flucht verwandelt. Infanterie, Cavallerie, Artillerie, Alles floh in grauſem Gemiſch durcheinander, Jeder nur auf ſeine perſönliche Rettung bedacht. Selbſt die Glieder der heldenhaften Garde löſten ſich endlich und wurden in den chaotiſchen Strudel mit fort⸗ geriſſen.

Es war eine Nacht, wie ſie die kühnſte Phantaſie nicht entſetzlicher zu malen vermag. Die ganze Ar⸗ mee glich einer verworrenen Maſſe, wo der Eine in wahnſinniger Eile über den Andern ſtürzte. Die In⸗ fanterie ward von der eignen Cavallerie überritten, dieſe wieder von der querfeldein jagenden Artillerie überfahren. Dabei ſchlugen zahlloſe feindliche Kugeln verheerend in die Maſſen; rings, zur Rechten, zur Linken, im Rücken flammten meilenweit die Batterien von faſt anderthalbhunderttauſend Feinden. Von allen Seiten rauſchte verderbenvoll die feindliche Cavallerie heran und die Infanterie folgte im fortwährenden Sturmſchritt und unter ununterbrochenem mörderiſchen Kleingewehrfeuer. Alle Dörfer, Weiler und Höfe in der Nähe und Ferne ſtanden in Flammen und be⸗ leuchteten geiſterhaft das grauſenhafte Werk der Zer⸗ ſtörung.

Eugen hat ſich mit unſäglicher Mühe und Gefahr durch ſeine eignen Landsleute bis zum Kaiſer durch⸗ geſchlagen. Dieſem iſt es gelungen, acht Gardeba⸗ 12*