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und überbrachte den kaiſerlichen Befehl, daß ſich die⸗ ſer General, es koſte was es wolle, halten ſolle. Der Graf verſprach ſein Möglichſtes zu thun, und Eugen ritt die Colonnen entlang, um wieder zu dem Kaiſer zu kommen.
Da ſtieß mit einem Male ganz in ſeiner Nähe eine Stimme den verderblichen Ruf:„Sauve qui peut!“ aus. Bald wiederholte ſich derſelbe in Erlon's Ba⸗ taillonen und die Unordnung nahm auch hier mit reißender Schnelle überhand.
„Das kann nur ein Verräther geweſen ſein,“ rief Eugen, ſprengte auf die Geſtalt zu, von welcher das Signal zur Flucht zuerſt ausgegangen war und die in einen grauen Reitermantel gehüllt ganz in der Nähe hielt.
So wie der Graumantel den kaiſerlichen Officier auf ſich zukommen ſah, wandte er ſein Roß und er⸗ griff die Flucht. Eugen gab ſeinem Rappen die Sporen und hatte den Flüchtling bald eingeholt. Als dieſer ſah, daß er nicht entkommen konnte, wandte er ſein Roß und zog ein Piſtol hervor.
Die Flammen des brennenden Hougomont ſchlu⸗ gen hoch empor und beleuchteten momentan das grau⸗ ſenhafte Schlachtfeld. Eugen blickte auf; als er aber das Antlitz des Reiters anſichtig wurde, gerann das Blut in ſeinen Adern und die fürchterlichſte Wuth bemächtigte ſich ſeines Innerſten. Es war der Graf von Brienne, der einen franzöſiſchen Reitermantel über ſich geworfen, in engliſcher Uniform ſo eben das Piſtol auf ihn anſchlug.
„Halt Schurke,“ rief er außer ſich, dem Grafen mit dem Degen das Piſtol aus der Hand ſchlagend, „Dir wenigſtens ſoll der Erfolg Deines Verraths nicht zu Gute kommen.“


