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langen an. Der Kaiſer theilt ſie in Brigaden, zwei Bataillone in Linien, zwei in Colonnen. Ihm iſt jetzt Alles daran gelegen, die engliſche Schlachtlinie zu durchbrechen, bevor die Preußen zu weit vordringen.
Der Sieg, welchen er ſchon in den Händen hatte, iſt ihm wieder entſchlüpft. Die Niederlage iſt herein⸗ drohend, ſobald die Engländer nicht durchbrochen wer⸗ den. Es gilt eine letzte verzweifelte Anſtrengung.
„Garden!“ ruft Napoleon,„giebt es eine menſch⸗ liche Kraft, die Schlacht und Frankreich zu retten, ſo ſeid Ihr es; Ich habe nie an Euch gezweifelt, Gar⸗ den, ich zähle auf Euch!“
„Zähle, Kaiſer,“ antwortet der General Cam⸗ bronne, der Commandant der Granitcolonne,„und Du findeſt lauter Treffer.“
Die furchtbaren Colonnen der Garden ſetzen ſich jetzt in Bewegung. Das mörderiſcheſte Feuer erhebt ſich. Gleich Vulkanausbrüchen ſchmettern die Angriffe der Garde Alles nieder, was ſich in den Weg ſtellt. Das engliſche Centrum, ſo fürchterlichen Stößen nicht gewachſen, beginnt zu wanken. Die Sonne iſt unter⸗ gegangen. Der verwundete General Friant ſprengt herbei.
„Sire,“ ruft er,„der Feind bildet ſeinen Rück⸗ zug, das Centrum wird durchbrochen, ſobald der Reſt der Garde angreift.“
Napoleon ertheilt den Befehl hierzu. Aber eine Viertelſtunde bedarf es, bevor die letzten Reſerveba⸗ taillone am Kampfe Theil nehmen können.
Gerade in dieſer verhängnißvollen Viertelſtunde gelingt es Blücher, der mit Löwengrimme alle ſeine Truppen in's Feuer führt, das Corps bei la Haye vollends zu werfen und in die Flucht zu treiben. Hierdurch entſteht eine Lücke in der franzöſiſchen


