ſion zu ſeinem Gunſten macht. An jeder Minute hängt das Schickſal einer Welt. Die kleine Thurm⸗ uhr von Waterloo ſchlägt die verhängnißvollſte Stunde im Leben des britiſchen Feldherrn.
Die unermeßliche franzöſiſche Cavallerie brauſt jetzt gegen die engliſchen Quarrés. Es entſteht ein Kampf, wie die Geſchichte keinen zweiten kennt. Der Angriff der franzöſiſchen Curaſſiere gleicht einem wüthenden Oeean, der gegen iſolirte Felſen anſtürmt. Wellington hat ſich in ſeinen Engländern nicht getäuſcht. Sie behaupten mit der außerordentlichſten Tapferkeit ihre Stellung. Mehre Quarrés werden geſprengt und ver⸗ nichtet. Zwölftauſend Engländer liegen in ihrem Blute. Die engliſchen Generale Ponſonby und der Prinz von Oranien ſtürzen ſchwer verwundet zu Boden. Die Franzoſen erobern ſechzig Kanonen und ſechs Fahnen. Drei Chaſſeurs der Garde und drei Curaſſiere über⸗ reichen dieſe letzten Trophäen dem Kaiſer der Fran⸗ zoſen.
Wellington ſelbſt iſt genöthigt, ſich in ein Quarré zu begeben. Die engliſchen Kanonen glühen vor Hitze und drohen zu zerſpringen.
Die Schlacht iſt gewonnen; denn ſo eben iſt Bü⸗ low, welcher die rechte Flanke der Franzoſen bedrohte, zurückgeſchlagen und Napoleon ordnet ſeine Garden, zum Angriff in Colonnen, zum letzten, entſcheidenden Schlage.
In dieſem großen, verhängnißvollen Augenblicke ſteigen in der Gegend vom Ohain Raketen auf und neuer Kanonendonner wird vernehmbar.
Es iſt Grouchy, tönt es freudig durch die fran⸗ zöſiſchen Linien. Die Schlacht iſt gewonnen, glän⸗ zend gewonnen wie keine. Die Garde greift an, Muth! Muth! die Engländer find verloren.
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