wenn dieſe Eiſenharniſche nur hervorbrächen, um den Sieg vollſtändig zu machen.
Ungefähr dreihundert Schritte hinter den Curaſſie⸗ ren Kellermann's hält ein zweites Cavalleriecorps. Dieſes, furchtbarer als alle anderen, beſteht aus den kaiſerlichen Garden zu Pferde. Knum aber ſind Kel⸗ lermann's Reiter ſiegesjubelnd davon geſprengt, als ſich mit einem Male, vom Kampfeifer fortgeriſſen, auch dieſe felſenſtürmende Colonne in Bewegung ſetzt und im ſcharfen Trabe den voranſprengenden Curaſ⸗ ſieren folgt.
Kaum hat der Kaiſer dieſe Bewegung bemerkt, als ſich eine außerordentliche Unruhe ſeiner bemäch⸗ tigt. Er befiehlt augenblicklich Bertrand, nachzujagen und dieſe Gardecavallerie zurückzuholen; denn es iſt ſeine Reſerve.*
Der Großmarſchall giebt ſeinem Pferde die Spo⸗ ren und galoppirt den Gardereitern nach; aber bevor er ſeine Miſſion ausrichten kann, iſt dieſe Cavallerie bereits im Gefecht verwickelt und es iſt unmöglich, ſie zurückzurufen.
Jetzt ſind zwölftauſend erleſene franzöſiſche Reiter im Gefecht. Die Schlacht hat ihre furchtbarſte Höhe erreicht. Zahlloſe Schwerter metzeln in den britiſchen Bataillonen. Unter donnerähnlichem Vive lempereur erſtürmen die Franzoſen die Höhe von⸗Mont Saint Jean, den Stützpunkt des engliſchen Centrums.
Für Wellington iſt die Schlacht unrettbar verlo⸗ ren. Er nimmt zum letzten äußerſten Mittel ſeine Zuflucht und läßt ſeine Infanterie Quarrés bilden mit verdeckten Batterien. Im Vertrauen auf die Aus⸗ dauer ſeiner Truppen hofft er ſo lange Stand halten zu können, bis entweder die Nacht heranbricht, oder Blücher, der nicht fern mehr ſein kann, eine Diver⸗


