Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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mehr Terrain. Der Gott des Siegs ſchwebt über den ſranzöſiſchen Adlern. Da ſchickt Wellington, er⸗ kennend, was es hier gelte, neue furchtbare Cavallerie⸗ maſſen gegen die vordringenden franzöſiſchen Reiter. Letztere werden geworfen, aber ſchon trabt Milhaud wieder mit ſeinen Curaſſieren herbei. Der Artillerie⸗ general Lefebre Desnouettes unterſtützt ihn durch ein verheerendes Kanonenfeuer. Der Angriff iſt noch furchtbarer als der frühere, die engliſche Reiterei wird zurückgedrängt und Milhaud ſäubert das ganze vom engliſchen linken Flügel beſetzte Schlachtfeld.

In Wellington's Armee beginnt Unordnung ein⸗ zureißen. Man bemerkt bereits Anſtalten, welche auf einen Rückzug hindeuten. Aber im Rücken des eng⸗ liſchen Heeres herrſcht die größte Unordnung. Die Ausgänge des Waldes von Soignes ſind durch zahl⸗ loſe Pulverkarren, durch Artillerie und Gepäck ver⸗ ſperrt, zahlreiche Trupps von Flüchtlingen verbreiten Verwirrung und Schrecken bis Brüſſel. Der Marſchall Soult und alle franzöſiſchen Generale halten die Schlacht für gewonnen. Siegesgeſchrei erhebt ſich im ganzen franzöſiſchen Heere.

„Es iſt eine Stunde zu früh,“ ſpricht der Kaiſer,

aber wir müſſen fortfahren, was wir begonnen

Er ertheilte den Curaſſieren Kellermann's, welche bis jetzt wie eine gewitterſchwangere Wolke unbeweg⸗ lich auf dem linken Flügel gehalten hatten, den Be⸗ fehl, die Curaſſiere Milhaud's zu unterſtützen.

Dieſe dunkle Colonne von dreitauſend gepanzerten Reitern, welche ſich unter ſiegesfreudigem„Vive lem- pereur“ in Bewegung ſetzen, bringt eine belebende Wirkung auf das ganze Heer hervor. Es iſt als