Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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gin von Holland, welche in Paris wohnte, bei der franzöſiſchen Regierung um die Erlaubniß eingekom⸗ men war, ſich künftig Herzogin von St. Leu zu nennen.

„Schreiben Sie Ihr, Madame,“ ſprach der Kai⸗ ſer zu ſeiner Mutter,„wo möglich heut' noch, daß ich das Benehmen dieſer Fürſtin nicht gut heißen kann. Wenn ſie ſich nicht Majeſtät nennen wollte, ſo mußte ſie ihren Familiennamen Bonaparte annehmen, ein Name, deſſen ſich hoffentlich Niemand zu ſchämen hat.“

„O ſchilt Hortenſe nicht,“ fällt Pauline bittend ein,„ihr Herz iſt ſo lauter wie Gold und Dir bis in den Tod ergeben.“

„Ich begreife nicht,“ ſprach Napoleon, der in der Laube Platz genommen hatte,„wer der Frau den einfältigen Rath geben konnte.“

Er griff nach dem Taſſo, in welchem er eine Zeit lang blätterte.

„Wenn ich länger am Steuerruder Europa's ge⸗ blieben,“ fuhr er nach einer Pauſe fort,„würde ich eine europäiſche Ausgabe aller Claſſiker dieſes Welt⸗ theils veranſtaltet und ſie auf Staatskoſten unter's Volk haben vertheilen laſſen. Den Corneille, hätte er zu meiner Zeit gelebt, würde ich in den Fürſten⸗ ſtand erhoben haben.“

„Mein Sohn,“ ſprach Maria Lätitia,„Du hat⸗ teſt einen Tempel gebaut, deſſen Kuppel bis in die Wohnungen reichte, wo Zeus Chronion mit ſeinen Blitzen thront. Darum warf der gekränkte Gott un⸗ aufhörlich ſeine Donnerkeile herab auf den majeſtäti⸗ ſchen Bau.“

„Hätte ich die Kuppel vollenden dürfen,“ erwie⸗ derte der Kaiſer,„würde ich die Blitzableiter nicht vergeſſen haben. Uebrigens haben mich nicht die Göt⸗