Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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ſprach der Kaiſer noch immer ungehalten.„Hätteſt Du meine Garde geſpeiſt, die zu Porto Ferrajo ſteht und die braven polniſchen Lanziers, würde ich mich gefreut haben. Paulette, Deine Feſtins unterbleiben hinfort!

„Während die Nobleſſe ſchwelgt,“ fuhr Napoleon fort,„und Du Dir von allen Großmächten Europa's den Hof machen läßt, ſchwimmen meine braven Gre⸗ nadiere wie Delphine im brandenden Meere umher und retten die Equipage einer verſunkenen Brigantine.“

Der Prinzeß glänzten ein paar Thränenperlen in den Augen.

„O mein Geliebter,“ ſprach ſie ſanft,„nicht wahr Du erlaubſt, daß ich dieſe Braven nach Herzensluſt tractire?“

„Sind ſchon von mir geladen,“ erwiederte einſyl⸗ big der Kaiſer.

„Mein Freund,“ fuhr die Fürſtin ſchmeichelnd fort,„ſo übernehme ich die Honneurs und nächſter Tage ſoupiren ſie bei mir. Aber jetzt ſei wieder gut, Napoleone, hörſt Du? Komm dort zur Mutter; wir ſitzen ſchon den ganzen Morgen in der Laube und le⸗ ſen im Taſſo.“

Mit dieſen Worten umfaßte ſie mit ihrem ſchönen, ſchwanenweißen Arm des Kaiſers rechten Arm, und deſſen Hand fortwährend ſtreichelnd und küſſend, ließ ſie ſich zu der Stelle führen, wo Madame Lätitia ſaß, welche durch Kränklichkeit verhindert war, ihrem Sohne entgegen zu kommen.

Indeß war der Ball der Prinzeſſin Pauline nicht der einzige Grund, welcher Napoleon verſtimmt hatte. Kaum war er in die Laube getreten, als er gegen ſeine Mutter den unverholenſten Verdruß ausſprach, daß ſeine Stieftochter Hortenſe, die vormalige Köni⸗