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leiſe zu athmen wagen, und dieſe Nacht, welch' ein Sturm, welch' ein Branden. Es ſollen Schiffe ver⸗ unglückt ſein.“
„So viel ich weiß,“ ſprach die Prinzeß,„iſt die Mannſchaft durch unſre brave Garde gerettet worden.“
Plötzlich ſprang ſie auf und eilte lauſchend einige Schritte den Park entlang.
„Pferdegeſtampf,“ fuhr ſie aufgeregt fort,„das iſt Er! Mutter, Napoleone kommt!“
Wirklich war auch der Kaiſer vor der Parkthür vom Pferde geſtiegen und kam den ſchattigen Haupt⸗ gang daher. Pauline flog ihm entgegen und küßte ſeine Hand.
„Aber welch' ein bitterböſes Geſicht wieder, Na⸗ poleone,“ ſchalt die Prinzeß in ſchalkhaftem Zorne, als ſie den finſtern Ernſt in den Zügen des Kaiſers erſchaute.„Hinweg mit dieſen Stirnwolken; das Nachtgewitter iſt vorüber.
„O Napoleone,“ fuhr ſie mit liebeweichem Tone fort,„ſieh dieſen blauen Himmel, dieſe Blumen, ſieh mich und— lächle.“
Napoleon's Blick weilte ſtreng und ernſt auf dem zu ihm aufſchauenden Himmelantlitz der Schweſter.
„Paulette,“ ſprach er endlich,„ich bin unzufrie⸗ den mit Dir. Während meine Garde darbt, lebſt Du herrlich und in Freuden. Dein geſtriger Ball koſtet ſechsmal mehr, als Du mir angegeben. Ich bin die Rechnungen durchgegangen. Unerhörte Ver⸗ ſchwendung. Ich dulde dies nicht.“
„Mein ſüßes Leben,“ erwiederte mit Tauben⸗ ſanftmuth die reizende Schweſter,„mein Napoleone, gab ich doch das Feſt nur Dir zu Ehren, für dieſen Zweck war es lange nicht prächtig genug!“ „Ich brauche zu meiner Ehre Deine Feſte nicht,“


