Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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einen Toaſt nach dem andern auf den braven Sachſen auszubringen.

Eugen ſaß in ſtiller Seligkeit neben dem Freunde, in welchem er jetzt zugleich den Retter ſeines Lebens erblickte und welchen er auf ſo wunderbare Weiſe wie⸗ dergefunden hatte. Trotz ſeiner unzähligen Fragen hatte er nur erſt ſo viel von Ruffus herausbekommen, daß dieſer in jüngſter Zeit Deutſchland, Frankreich, die Schweiz und Italien durchreiſt und im Begriffe ſtehe, dem Kaiſer Napoleon ſeine Dienſte anzubieten.

Aber, frug Eugen voll Verwunderung, als ihn Ruffus ſeine Abſicht wegen des Dienſtes bei dem Kai⸗ ſer mitgetheilt,Du biſt ein Deutſcher und die Deut⸗ ſchen erkennen in Napoleon nur ihren Erbfeind; wie verträgt ſich das?

Haſt Du ſchon vergeſſen, erwiederte der Ge⸗ fragte,daß ich weder ein Deutſcher noch ein Fran⸗ zoſe, noch ein Italiener, ſondern ein Europäer bin? Was kümmert mich der Unterſchied der Völker. Wo die Leute am Vernünftigſten denken und rechtlich han⸗ deln, da iſt meine Heimath. Darum bin ich nach Elba gekommen, wo dermalen der vernünftigſte Menſch auf Erden regiert. War ich dem Napoleon ſeit Jah⸗ ren ſchon zugethan, ſeit ſeinem Feldzuge in der Cham⸗ pagne, ſeit Fontainebleau iſt er mir ein Gott gewor⸗ den. Ein ſolcher wandelt nicht alle Jahrhunderte über die Erde. Die Weltgeſchichte erzählt bis Dato blos von Dreien. In der Nähe aber eines Gottes zu leben, iſt herrlich; da muß unſre kleine Bruſt hö⸗ her ſchlagen.

Weißt Du auch, ſprach Eugen,daß der Kai⸗ ſer keine Officiere mehr in Dienſt nimmt? Die be⸗ ſtimmte Anzahl iſt übervoll.

Es wird ſich für mich noch ein Plätzchen finden,