den Hals ſtürzte,„wach' ich oder träum' ich? Du ſelbſt oder Dein Geiſt?“
„Beides vereint,“ erwiederte lächelnd der Wieder⸗ gefundene;„ich freue mich, Dich auf Elba zu finden, das iſt der Ehrenplatz, der Dir gehört.“
Eugen glaubte noch immer ſeinen Augen und Oh⸗ ren nicht trauen zu dürfen, daß er den ſo lange ſchmerzlich Vermißten endlich gefunden. Er preßte ihn immer von Neuem wieder an ſeine Bruſt, und that in der Eile ſo viele Fragen, daß es dem Ruffus unmöglich war, ſie alle mit Einemmale zu beant⸗ worten.
„Vorerſt, Freund,“ ſprach er,„laß uns nachſe⸗ hen, ob unſre Augenblicke jetzt nicht koſtbarer anzu⸗ wenden ſind, als ſie hier zu verplaudern, wozu ſpä⸗ ter gewiß hinlänglich Zeit bleibt.“
„Du haſt Recht,“ rief Eugen, und die Beiden eilten zum Strande zurück. Hier ſah man nach und nach alle Geretteten glücklich anlangen. Eine Anzahl alter Kaiſergardiſten waren unermüdlich mit ihren Kähnen in Auffiſchen der Verunglückten, ſo daß man endlich die Freude hatte, Paſſagiere und Matroſen ſämmtlich gerettet zu ſehen. Auch die Penelvope, welche ſich auf dem Meere verirrt gehabt hatte, fand ſich nach einiger Zeit wieder ein.
Die kleine Herberge an der einen Hafenbaſtei war überfüllt mit Beſuchern. Retter und Gerettete ſtärk⸗ ten und erquickten ſich hier an Wein und Grog nach der überromantiſchen Waſſerparthie.
Ruffus, welcher zwiſchen Eugen und dem Hoch⸗ bootsmann ſaß, hatte den Ehrenplatz an der Tafel. Alle verehrten in ihm Denjenigen, welcher das Meiſte zur Errettung der Mannſchaft des Montebello beige⸗ tragen, und der Hochbootsmann ward nicht müde,


