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nicht mehr weit ſein und bis zu ihrer Ankunft halten wir uns ſchon.“
Immer tiefer ſank das lecke Schiff. Jeden Augen⸗ blick konnte es im Meere verſchwinden. Die Ver⸗ zweiflung der Paſſagiere erreichte den höchſten Grad. Mehre der Beherzten hatten ſich den ſchwimmkundigen Matroſen nachgeſtürzt und den Montebello glücklich erreicht.
Die Penelope ſignaliſirte jetzt in ziemlicher Nähe.
„Wohlan, ſo wagen wir's,“ rief Eugen, und ge⸗ bot den noch zurückgebliebenen Paſſagieren die Strick⸗ leiter muthig herabzuklettern, auf daß ſie aufgenom⸗ men werden könnten.
„Meinetwegen,“ murrte der Hochbvotsmann,„aber wir wollen's uns morgen im Meeresgrunde erzählen, daß es ein dummer Streich war.“
Der Hochbvotsmann griff wieder mit nerviger Fauſt an's Steuerruder, die Ruderleute folgten ſei⸗ nem Beiſpiel; ſo gelang es durch übermenſchliche An⸗ ſtrengung, das überladene Boot vor dem Sinken zu bewahren.
Trotz der offenbarſten Todesgefahr, welche mit Ausnahme der Matroſen, faſt allen Andern das Herz angſtvoll beben machte, verlor der Hochbootsmann Cobbet ſeinen guten Humor nicht.
„Wenn uns die Penelope ſitzen läßt,“ ſprach der unermüdliche Ruderer,„ſo fahren wir dermalen mit Extrapoſt entweder in den Himmel oder in die Hölle. Und die Penelope iſt ein Weib, unzuverläſſig wie die andern, was auch der gute Homer Schönes von ihr geſagt hat. Ich glaube das dumme Zeug nicht. Der Alte war mit Blindheit geſchlagen, hatte den Staar. Ihm war ſonach leicht ein K. für ein U. zu machen.
„Jungens,“ rief er nach einer Pauſe den gerette⸗
Stolle, ſämmtl. Schriften. XV. 2


