Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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Und weiter rechts über das dunkle Meer, fuhr der Erſtere fort,ſchwelgt der Murat, der Abtrün⸗ nige, in ſeinem Feenpalaſt; der Thor, er ahnet nicht, daß, während er auf ſeinem Purpurlager träumt, das Loos bereits über ihn geworfen iſt, welches ihn für immer von der Liſte der Könige ſtreicht.

Er hat ſich in neuerer Zeit wieder dem Kaiſer zu nähern geſucht, ſprach der Andre,aber die ver⸗ diente Zurückweiſung erhalten.

In Italien iſt's überhaupt nicht richtig, fuhr der Erſtere fort,weißt Du die Geſchichte mit dem Bellegarde in Mailand?

Der Andere verneinte. Der Sprecher fuhr fort:

Vor einigen Tagen befand ſich beſagter General im Theater della scala. Das Haus war gedrängt voll. Plötzlich rufen während des Stücks mehre Stimmen das Vive l'empereur. Bellegarde wirft einen verächtlichen Blick nach dem Parterre, von woher das Geſchrei kommt und bleibt ganz ruhig; das Rufen hört auf. Das Stück wird fortgeſpielt. Am Schluſſe des dritten Aetes erſchallt von Neuem der verpönte Ruf. Man bemerkt, wie jetzt der Graf einem ſeiner Adjutanten leiſe ein paar Worte in's Ohr ſagt. Der Officier verläßt die Loge und gleich darauf erhebt ſich der öſterreichiſche General, und giebt ein Zeichen, daß er zu ſprechen verlange. Sogleich tritt die größte Stille ein.Meine Herren, ſpricht Bellegarde,ich habe die Ehre, Ihnen anzuzeigen, daß ſo eben auf meinen Befehl das Haus umzingelt worden iſt. Wol⸗ len Sie mir gefälligſt Diejenigen anzeigen, welche: Es lebe der Kaiſer! gerufen haben?Nein, nein! ſchreit man von allen Seiten.Wohlan, erwiederte Bellegarde,ſo gebe ich Befehl, daß Truppen einrücken, welche die Schuldigen finden werden.