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nur das Weizenfeld, ſondern auch die Beſitzung des
Mörders, der ſich ſchleunigſt flüchten mußte, ſonſt wäre er gewiß nicht mit dem Leben davon gekommen. Armer Axur, mir ewig unvergeßlich; wie könnte ich Erſatz für dich finden?“
Der König Ludwig hatte mit finſterm Schweigen zugehört. Der Prinz fuhr fort:
„Was aber die ſchreiende Ungerechtigkeit und das Empörende bei der Sache iſt, daß ich den Meuchel⸗ mörder meines Leibhundes nicht einmal gerichtlich be⸗ langen kann. Ich habe überall umhergefragt. Man zuckt die Achſeln. Die Verfaſſung erlaube es nicht. Mein Gott, Frankreich was iſt aus dir geworden! Ein Verbrechen, das zwanzig Jahre Galeere verdient, ſoll ungeſtraft bleiben?! Darum, großer König, wende
ich mich an Dein edles, Gerechtigkeit erfülltes Herz⸗
Du wirſt nimmer zugeben, daß man ſich an Deinem Hauſe ſo freventlich vergehet; bedenke, welch' ein Zu⸗ ſtand müßte eintreten, wenn derartige Verbrechen nicht auf das Nachdrücklichſte geahndet würden!“
„Prinz,“ begann nach einiger Zeit, nachdem Berry geendet, der König,„Ihr hattet nicht Recht, dem Bauer ſein Feld zu verwüſten. Ich kann Euch hier⸗ über nur mein Mißfallen zu erkennen geben.“
Der Herzog trat verdutzt einen Schritt zurück. Er wußte kein Wort zu erwiedern.
„Die heutigen Franzoſen ſind Trotzköpfe,“ fuhr Ludwig fort,„ſie wollen anders behandelt ſein, als vor dreißig Jahren. Merkt Euch das, Prinz!“
„Aber der Mörder meines Axur,“ ſtotterte der Herzog von Berry,„wie, dieſer ſollte nicht zur Re⸗ chenſchaft gezogen werden?“
„Das iſt die Sache der Gerichte,“ ſprach der König,„ich kann dabei nichts thun.“


