Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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ſuchen. Majeſtät, fuhr er in aufgeregtem Tone fort, Euers Bruders Sohn iſt auf das Empörendſte von dem Pöbel inſultirt worden.

Und man hat Euch Gerechtigkeit verweigert? frug Ludwig.

So iſt es, Sire, erwiederte der Herzog.

Wohlan, fuhr der König fort,tragt Eure Klage vor, ich werde es nimmer dulden, daß man ſich an meinem Hauſe vergeht und die Beleidigung ſtreng zu rügen wiſſen.

Wir waren dieſer Tage, begann der Prinz,eine heitre Jagdgeſellſchaft zu Trianon. Ein unvorherge⸗ ſehener Zufall wollte es, daß die Cavalcade ihren Weg durch das Weizenfeld eines Bauern nahm. Ich ſprengte voran, aber kaum befanden wir uns inmitten des Getreides, als uns der freche Beſitzer mit den pöbelhafteſten Schimpfreden begrüßte. Mehre aus dem Gefolge wollten dieſen Empörer über den Hau⸗ fen ſchießen; ich aber verbot es und war noch ſo gnädig, dem Böſewicht zuzurufen, daß ihm der Scha⸗ den erſetzt werden ſolle; das half aber Alles nichts. Der Kerl ſchimpfte fort. Da fügte es das Unglück. daß mein Arur, dieſer Madator aller Hühnerhunde, in dem Weizenfelde ein Kätzchen aufſtöberte. Die Beſtie flüchtete ſich in den geräumigen Hofraum des erwähnten Böſewichts. Axur beſinnt ſich nicht lange, ſpringt über die niedre Verwahrung und fährt ein wenig unter dem daſelbſt befindlichen Hühnervolke umher. Wir hatten alle unſre Freude daran über ein ſo unſchuldiges Vergnügen, die paar Hühner wa⸗ ren leicht zu bezahlen. Da fällt ein Schuß und, Ma⸗ jeſtät, denken Sie ſich das Entſetzen, Axur liegt leb⸗ los am Boden. Jetzt konnte ich die Wuth der Mei⸗ nigen nicht länger bezähmen. Sie verwüſteten nicht