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Ludwig ziemlich ärgerlich,„kann ich nicht mehr rück⸗ gängig machen.“
„So erlaube mein König,“ ſprach die Angou⸗ leme,„daß ich mich und meinen Gemahl für das Feſt entſchuldige.“
„Der Herzog, was macht er?“ frug Ludwig, „warum beſucht er mich nicht?“
„Mein erhabener Gemahl,“ erwiederte die Prin⸗ zeſſin,„betet und arbeitet; und ſelbſt ſeine Arbeit iſt Gebet.“
„Wie iſt das zu verſtehen?“ frug der König.
„Die Früchte ſeiner Arbeit ſind ein Werk,“ fuhr die Herzogin fort,„deſſen die Gegenwart nur zu ſehr bedarf. Mein erhabener Gemahl iſt ſchon ſeit geraumer Zeit mit Abfaſſung S Gebetbuchs für Frankreich beſchäftigt.“
„Er ſchriftſtellert?“ frug der König;„nun da mag er ſich nur vor den Rezenſenten in Acht nehmen. Ich kann davon erzählen.“
Nach einer Pauſe wandte ſich Ludwig nach dem in einiger Entfernung ſtehenden Herzoge von Berry.
„Aber Couſin, warum ſo ſtill?“
„Auch ich, mein König,“ ſprach jetzt der Herzog, „erſcheine als Klagender vor Deinem Throne und verlange Gerechtigkeit.“
„Doch nicht von wegen der Virginie,“ meinte ſchalkhaft Seine Majeſtät,„Du weißt, ich menge mich nicht in ſolche Angelegenheiten. Man nennt Dich
den andern Heinrich den Vierten. Der wußte für⸗
trefflich mit ſeinen ſchönen Freundinnen umzugehen.“
„Sire,“ erwiederte der Prinz,„ich habe nie Ur⸗ ſache gehabt, mich über dieſes engelhafte Weſen zu bveklagen. Ein andrer Grund iſt es, der mich zu den Füßen des Throns treibt, um Gerechtigkeit zu
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