Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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habe zitternd das Blatt aus der Hand fallen laſſen; Himmel! ſechs Gardiſten der Pariſer Nationalgarde ſtanden darauf verzeichnet mit ſammt ihren Weibern; iſt ſo etwas erlebt worden?

Das ſind unſtreitig ſehr brave und loyale Leute, erwiederte ruhig der König.ſonſt würden ſie gewiß nicht geladen worden ſein.

Aber, Sire, fiel die Dauphine verzweifelnd ein, Kleinbürger von Paris, Pöbel der Hauptſtadt in den Tuilerien!

Die Nationalgarde, mein Kind, belehrte der König,iſt kein Pöbel. Im Gegentheil, ſie hält die⸗ ſen im Zaume und darum dürfen wir es mit dieſem Corps nicht verderben, und uns zu eigenſinnig von ihm zurückziehen.

Ha, dieſe Nationalgarde, rief die Prinzeſſin⸗ indem ſie ſich drohend wie eine unheilverkündende Norne vor Ludwig erhob,kennſt Du dieſe Natio⸗

nalgarde von Paris? Sie, und keine andre umſtand das Schaffot, König, als man Deinen Bru⸗ der mordete..

Immer die traurigen Erinnerungen, ſprach der König,die Zeiten ſind ja längſt vorüber.

Wer Jahre lang im Kerker und unter Tigern lebte, antwortete die Herzogin,wird die Erinne⸗ rung davon behalten, ſo lang ein Gedächtniß in ihm

Aber Du verbitterſt Dir unnöthigerweiſe das Leben, meinte Ludwig.

Ein Leben, das bereits vergiftet iſt, ſprach die Dauphine in hohlem Tone,kann nicht verbittert werden.

Aber die Einladung der Nationalgardiſten, die einmal erfolgt iſt, bemerkte nach einer Panſe König