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niſter betheuernd fort,„es iſt der einzige Weg zum Heile.“
Der König hatte mit ziemlich unzufriedener Miene dieſe Worte vernommen.
„Die Verfaſſung iſt gut,“ ſprach er nach einer Pauſe,„ich habe ſie der engliſchen nachgeformt und England befindet ſich wohl unter den ſeinen.“
„Großer König,“ erwiederte ehrfurchtsvoll der Miniſter,„weit entfernt, die Weisheit zu verkennen, die aus dieſer Verfaſſung ſpricht, ſo wage ich doch aus reiner Verehrung für Dein heiliges königliches Haupt, in Erwägung zu ſtellen, daß der Charakter des engliſchen Volkes von dem des unſrigen zu weit abweicht, als daß beide Nationen nach gleichen Re⸗ gierungsprincipien zu beherrſchen wären. Auch iſt es keineswegs meine Meinung, die Verfaſſung direct auf⸗ zuheben, ſondern ſie nur in den Punkten zu beſchrän⸗ ken, aus welchen, wie leider die Erfahrung täglich lehrt, unmöglich Heil für Dich entſprießen kann.
„Verkenne nicht, mein königlicher Herr,“ fuhr der Sprecher nach einer Pauſe fort,„die wohlgemeinte Abſicht, die mich alſo ſprechen läßt. Nur Liebe zu Dir iſt es und unerſchütterliche Treue Deines Die⸗ ners. Ich wiederhole es nochmals, nicht die Verfaſ⸗ ſung, dieſes erhabene Document Deiner großen Weis⸗ heit und unendlichen Herzensgüte, wünſche ich auf⸗ gehoben, ſondern dieſe Verfaſſung nur in einigen we⸗ nigen Punkten beſchränkt; ihr Segen ſoll nicht ver⸗ mindert, aber die Nachtheile ſollen möglichſt vermie⸗ den werden, Nachtheile, welche allein daraus entſte⸗ hen, weil die Verfaſſung einige Paragraphen aufſtellt, welche leicht gemißbraucht werden können und bereits vielfältig gemißbraucht worden ſind.,
„Erkläre Dich deutlicher,“ ſprach König Ludwig.


