Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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die ſtrengſten Verweiſe erhalten hat; aber was iſt mit ſo einem alten Sohne des Lagers anzufangen? Er hängt, wie gewiß viele ſeines Gleichen, mit ab⸗ göttiſcher Verehrung an Bonaparte; das vormalige Lagerleben, in welchem er aufgewachſen, will ihm nicht aus dem Kopfe, und da fährt ihm allerdings Manches über die Zunge, was jetzt verbrecheriſch klingt, aber es wohl kaum iſt; denn ich bin überzeugt, daß ſich der alte Barbanegre, außer ſeinen Lobreden und Lebe⸗ hochs auf Bonaparte, gewiß nichts Hochverrätheriſches wird zu Schulden kommen laſſen.

Gleichviel, erwiederte der Brigadier,ſchon das freche Benehmen dieſes Soldaten, das ſo wenig Hoch⸗ achtung für das erlauchte Königshaus bekundet, ver⸗ dient die ſtrengſte Ahndung. Dieſe übermüthige Sol⸗ dateske Bonaparte's muß mit Gewalt niedergedrückt werden, ſonſt nehmen die Emeuten kein Ende, und es muß den Polizeibehörden hauptſächlich daran ge⸗ legen ſein, hier mit Kraft und Energie einzuſchreiten. Ich bin daher gekommen, den Barbanegre zu verhaften; die Unterſuchung wird ausweiſen, welche Strafe dieſem Menſchen gebührt. Ich hoffe, daß Sie, Herr Banquier, dieſer Verhaftung kein Hinderniß in den Weg legen⸗ ſondern ihr ſo viel als möglich förderlich ſein werden.

Was in meinen Kräften ſteht, ſprach Normand, will ich thun; den Geſetzen bin ich nie entgegen ge⸗ weſen und gern zu thun erbötig, was ſie verlangen; nur fürchte ich, daß ſich der alte Kriegsmann nicht ſo leicht wird fangen laſſen. Verſuchen wir's daher, meine Herren, vorerſt in Güte, dies iſt wohl der ein⸗ zige Weg, ſich ſeiner zu verſichern.

Mit dergleichen hochverrätheriſchen Subjecten, entſchied kurz der Brigadier,werden wenig Umſtände gemacht. Ergeben ſie ſich nicht im Guten, gebrauchen