Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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Mädchen in den ſchattigen Gängen des Schloßparks traurig auf und ab.

Ich bin bitterböſe auf den Barbanegre, ſprach Volerie;wie lieb ich ihn habe, er iſt allein Schuld, daß wir unſer gutes Chateauneuf verlaſſen und nach dem abſcheulichen Paris zurückkehren müſſen. Wie prächtig blüht hier Alles; ich hatte mir noch ſo ſchöne Sommer⸗ und Herbſttage geträumt.

Ich kann den Gedanken gar nicht faſſen, meinte Henriette,wieder in der erdrückenden Häuſermaſſe zu leben.

Und ſollten wir nicht auch Beſuch bekommen näch⸗ ſten Herbſt? fuhr Valerie mit leiſem Erröthen fort.

Henriette blickte auf die Sprecherin.

Du Glückliche, ſprach ſie lächelnd, aber eine Thräne rollte über ihre Wange. Sie lehnte ihr noch immer von Kummer ſchweres Haupt an die Bruſt der Freundin.

Valerie verſtand die Trauernde. Sie ſtrich ihr die ſeidnen Locken aus der weißen Stirn, küßte dieſe und tröſtete mit ihrer Engelſtimme, der holden Botin ihres eignen engelhaften Herzens.

Henriette, ſobald ſie des unglückſeligen Verhältniſſes mit dem Grafen von Brienne ungeſtört gedachte, konnte den lauten Schmerz nicht zurückhalten.

Wie gut, ſprach ſie nach einer Pauſe ſanft, daß der Himmel Dich mir gegeben, meine Schweſter, ich wäre verzweifelt in meiner Einſamkeit.

Gedenke, Liebchen, fuhr Valerie tröſtend fort, daß er Deiner ja nicht würdig war; und ſelbſt wenn er Dich nicht treulos verlaſſen hätte, wie unglücklich wäreſt Du an der Seite dieſes Böſewichts geworden.

Ich habe allerdings gut tröſten, meinte ſie nach einer Weile traurig,ich bin ſo unglücklich nicht ge⸗ weſen; und ich wüßte wahrhaftig nicht, was da wer⸗