Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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Alles nahm eine geſetztere Poſitur an und der alte Tanzmeiſter trat dem Ankommenden mit militairiſchem Anſtande ſalutirend entgegen.

Der Banquier gab unverholen ſein Mißfallen zu⸗ erkennen; auch befahl er, die mit Blumen zierlich ge⸗ ſchmückte Büſte Napoleon's zu entfernen und verbot das Tragen dreifarbiger Bänder.

Nur mit finſtrem Schweigen gehorchte man ſeinen Worten. Das fröhliche Leben verſtummte und der alte Barbanegre ging, unwillig in den Bart murmelnd, hin und wieder.

Ich will durchaus Euer Feſt nicht ſtören, hub der Banquier an, als er die allgemeine Niedergeſchlagen⸗ heit bemerkte,Ihr könnt fröhlich ſein ſo viel Ihr wollt, aber Eure offnen Huldigungen, die Ihr dem Kaiſer Napoleon bringt, ſind in jetziger Zeit zu gefähr⸗ lich, als daß ich ſie geſtatten könnte. Ihr ſetzt da⸗ durch nicht nur Euch ſelbſt, ſondern mich und all' die Meinigen der größten Verantwortlichkeit aus.

Aber, beſter Herr, rief die Hände zuſammen⸗ ſchlagend Barbanegre,wie iſt ein Feſt unter Franzoſen ohne die Büſte des Kaiſers und ohne dreifarbige Bänder nur möglich? Ich kann mir ein ſolches nicht denken.

Wir auch nicht! tönte es von vielen Seiten.

Ein kluger Mann muß ſich in die Zeiten zu ſchicken wiſſen, gab der Banquier achſelzuckend zur Antwort.

Aber wir ſind nicht kluge Leute, gegenredete Barbanegre in ſeiner Einfalt,wir wollen keine klu⸗ gen Leute ſein.

Darum iſt es wohlgethan, ſprach lächelnd Nor⸗ mand,daß Andere für Euch denken und Euch vor Schaden bewahren.

Während dieſer Geſpräche wandelten die beiden