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meinte Normand;„allerdings findet Ihr in Paris wenig Erbauliches. Die Bourbonen hauſen daſelbſt ſchlimmer als vor der Revolution; nichts als Pfaffen und alter Adel, welcher letztere von Tag zu Tag unverſchämter wird.“
„Hat denn Eugen noch nicht geſchrieben?“ frug Henriette nach einer Pauſe.
„Noch nicht,“ erwiederte der Banquier und ſeine Stirn umwölkte ſich ſichtbar. Er gedachte des Todes von Laroſe, von welchem weder Valerie noch ihre Mutter Etwas wußte. Er wollte die Armen erſt nach und nach auf die Unglücksbotſchaft vorbereiten.
„Camille,“ ſprach er,„hat mir in wenigen Wor⸗ ten ſeine glückliche Ankunft auf Elba gemeldet.“
Valerie ſchien ſehr niedergeſchlagen, daß weder von Eugen noch von ihrem Vater eine Nachricht eingegangen war. Der Banquier betrachtete das ſchöne Mädchen, die, den ſchrecklichen Tod ihres Vaters nicht ahnend, in rüh⸗ render Unſchuld zu ihm aufblickte, nicht ovhne Wehmuth.
„Da iſt einzig der Barbanegre Schuld,“ meinte ſie,„er treibt es wirklich zu arg. So eben hat er nach zwei Trompetern geſchickt. Sie wollen die Caramagnole tanzen.“
„Das Volk iſt von Sinnen!“ rief Normand,„ich werde ſogleich das ganze Feſt verbieten und die Un⸗ ſinnigen nach Hauſe ſchicken.“
„Du brauchſt nur dem Barbanegre den Text zu leſen,“ ſprach Henriette,„der iſt der Anſtifter von Allem; aber dem andern Völkchen verdirb das frohe Feſt nicht, auf welches es ſich ſo lange gefreut hat.“
Barbanegre war eben im Begriff, dem Landvölk⸗ chen Unterricht in den grotesken Pas des berüchtigten Revolutionstanzes, die Caramagnole genannt, zu er⸗ theilen, als der Banquier Normand auf dem grünen Wieſenplane erſchien. Sogleich ſchwieg die Muſik;


