klärungen verſchiedener abtrünniger Napoleoniſcher Generale.
Beſtürzt haben ſich die drei Commiſſarien Napo⸗ leon's zurückgezogen. Es handelt ſich nicht mehr, um einen Thron zu ſtreiten, ſondern, da Fontainebleau ganz entblößt iſt, für die perſönliche Sicherheit des Kaiſers Sorge zu tragen.
Aber hierzu gehören weitere Vollmachten. Napo⸗ leon muß bedingungslos abdanken. Nur um den Preis dieſes letzten Opfers kann ſeine und ſeiner Familie Zukunft ſicher geſtellt werden. Ueberdies drängt die Zeit.
Caulaincourt geht in halber Verzweiflung auf und ab.
„Wer ſoll dem Kaiſer,“ fragt er,„dieſen neuen Schlag beibringen?“
Macdvonald, von Schmerz durchdrungen, beobachtet ein finſteres Schweigen. Dann ergreift er Caulain⸗ court's Hand.
„Es iſt ein trauriger, ſehr trauriger Auftrag,“ ſpricht er,„aber Sie allein, Herzog, können ihn vollbringen. Sie allein beſitzen ſein volles Vertrauen.“
Caulaincvurt widerſteht eine geraume Zeit.
„Ich bin des Henkeramts überdrüſſig,“ xuft er, „ſeit acht Tagen bin ich verdammt, dem großen Un⸗ glücklichen nur Giftbecher zu überreichen. Ich kann den unſeligen Auftrag nicht auf mich nehmen.“
Die beiden Marſchälle vereinigen ihre Bitten. End⸗ lich gibt der Herzog von Vicenza, erkennend, daß kein Augenblick zu verlieren, ſeine Einwilligung zu dem ſchweren, verhängnißvollen Gange. Er wirft ſich in ſeinen Wagen und fährt im geſtreckten Trabe nach Fontainebleau zurück. 1₰
Als er angelangt, begiebt er ſich unmittelbar nach


