Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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rand und die übrigen Mitglieder der proviſoriſchen Regierung, die Regentſchaftfrage wieder auf und be⸗ kämpften ſie mit allen Kräften. Man erſchöpfte ſich in Klagen und Beſchuldigungen gegen ihren Kaiſer und der Erzbiſchof von Mecheln erklärte, daß weder Bonaparte noch ſeine Familie noch Anhänger hätten, und daß ganz Frankreich royaliſtiſch denke und die Bourbonen wünſche. Ich wollte dies nicht zugeben und machte Einwendungen, da wandte ſich der Ge⸗ neral Deſſoles an mich und ſprach mit ſtarker Beto⸗ nung:„Sire, Sie haben bei ihrer Ankunft in Paris

Ihr Wort gegeben, nicht mit Bonaparte zu unter⸗ handeln; auf dieſe Verheißung haben wir keinen An⸗

ſtand genommen, ihn zu entſetzen und die Bourbons zurückzurufen. Jetzt ſich für die Regentſchaft erklä⸗ ren, heißt ſo viel, als das zeitherige kaiſerliche Sy⸗ ſtem fortbeſtehen zu laſſen. In dieſem Falle bleibt den Mitgliedern der proviſoriſchen Regierung nichts übrig, als ſich von den verbündeten Monarchen einen Zufluchtsort in ihren Staaten zu erbitten.“ Wie ge⸗ ſagt, lieber Herzog, die Leute, welche jetzt an der Spitze der Geſchäfte ſtehen, find gewandt und ma⸗ növriren geſchickt; denn die Beitrittserklärungen von Militair⸗ und Civilbehörden langen in Maſſe an; hierdurch iſt meine Stellung um ſo ſchwieriger ge⸗ worden, da ich bei den alliirten Mächten anſtatt auf Unterſtützung zu hoffen, nur auf lebhaften Widerſtand ſtoße.

„Doch,“ ſetzte er nach einiger Zeit in mildem Tone hinzu,„Caulaincvurt, nehme ich mein Wort nicht zurück. Ich habe Ihnen nur alle dieſe Machinativ⸗ nen entdeckt, um die Schwierigkeiten zu zeigen, welche meinem guten Willen im Wege ſtehen.“