Teil eines Werkes 
14. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 2. Band (1854)
Entstehung
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Nichts übrig als an die Großmuth Ew. Majeſtät zu appelliren.“

Der Kaiſer von Rußland zuckte die Achſeln.

„Die Umſtände,“ ſprach er,„reißen auch mich mit ſich fort. Die Abdankung hat zu lange auf ſich warten laſſen. In der Politik ſind drei Tage drei Jahrhunderte. So lange ſich der Kaiſer Napoleon an der Spitze einer anſehnlichen Armee wenige Stun⸗ den von Paris befand, hielten wichtige Rückſichten den von den Gegnern der kaiſerlichen Sache vorge⸗ legten Entwürfen die Waage. Aber ich wiederhole es, jetzt da die Armee ihr Oberhaupt zu verlaſſen ſcheint, da die Marſchälle und Generäle die unter ihnen ſte⸗ henden Anführer mit ſich fortreißen, hat ſich die Frage ganz anders geſtellt. Fontainebleau iſt nicht mehr eine achtunggebietende militäriſche Stellung; urtheilen Sie ſelbſt, was ich da zu thun im Stande bin?“

Der Herzog von Vicenza legte die Hand an ſeine glühende Stirne. Alexander ſprach weiter:

„Während Ihrer Abweſenheit haben ſich Diseuſ⸗ ſionen über die Regentſchaftsfrage erhoben. Beſchul⸗ digungen ſchlagen bei mir wenig an, ſobald ſich eine Idee in meinem Geiſte feſtgeſetzt hat und deren Aus⸗ führung mir gerecht ſcheint; aber, lieber Herzog, Sie haben hier äußerſt gewandte Leute zu Gegnern. Es find ſehr merkwürdige Dinge vorgegangen. Können Sie ſich vorſtellen, daß man vorgeſtern in unſrer Gegen⸗ wart eine ſehr unangenehme Comödie aufgeführt hat. Sei es, daß hier etwas von unſrer Unterredung vor einigen Tagen bekannt geworden iſt, oder daß Napo⸗ leon ſie Jemandem vertraut hat, kurz man kannte unſern Plan wegen der Regentſchaft, und Alles ge⸗ rieth in Aufruhr. Vorgeſtern nahmen daher Talley⸗